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Präventionsmaßnahmen wie Elektrozäune würden «zu hundert Prozent gefördert»

Umweltamt: Tiere in Eifel mit Zäunen vor Wölfen schützen

Düsseldorf (dpa/lnw)

Das Landesumweltamt hat Haltern von Schafen, Ziegen und Gehegewild im Wolfsgebiet Eifel - Hohes Venn zu wolfsabweisenden Zäunen geraten. Das gelte auch für eine umgebende Pufferzone, hieß es beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) am Dienstag. In den Wolfsgebieten und Pufferzonen würden Präventionsmaßnahmen wie Elektrozäune «zu hundert Prozent gefördert.» Eine Entschädigung für nachweislich von einem Wolf getötete Schafe, Ziegen oder Gehegewild könne nur geleistet werden, «wenn ein wolfsabweisender Grundschutz» vorhanden sei.

Von dpa

Symbolbild. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Im Fall von gerissenen Schafen im September und Oktober im Hohen Venn bei Monschau ergaben dem Landesamt zufolge Untersuchungen von Abstrichproben: Es handelte sich hier um eine Wölfin, die sich seit Ende 2020 überwiegend im belgischen Teil des Hohen Venns bewegt und mit einem ebenfalls vom LANUV erfassten Wolfsrüden ein Rudel gegründet habe. Zudem sei ein Alpenwolf im Nationalpark Eifel nachgewiesen worden, der ein Rotwildkalb gerissen hatte.

Auch in anderen Teilen von NRW hätten sich Wolfsrüden aus einer Alpenpopulation vorübergehend aufgehalten, über ihren Verbleib sei aktuell nichts bekannt.

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