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Neue NRW-Schulministerin kündigt mehr Entscheidungsspielraum für Schulen an

 Unterrichtsbeginn erst um 9 Uhr?

Düsseldorf

Schulen sollen nach den Worten der neuen NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) die Möglichkeit für einen späteren Unterrichtsbeginn am Morgen bekommen.

Von dpa/WB

Nicht nur Schlafforscher, sondern auch viele Kinder sind für einen späteren Beginn der ersten Schulstunde. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

 „Wir haben im Zukunftsvertrag festgehalten, dass wir die Eigenverantwortung der Schulen grundsätzlich stärken wollen. Dazu gehört auch, dass wir ihnen die Möglichkeit geben wollen, den Schulbeginn auf bis zu neun Uhr festzulegen“, sagte Feller der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf).

Allerdings wäre dafür jeweils ein Beschluss der Schulkonferenz erforderlich, weil in diese Entscheidung nicht nur die Verkehrsunternehmen und Kommunen, sondern auch die Eltern eingebunden werden sollten. Sie müssten schließlich Familie und Beruf miteinander vereinbaren.

Dem Wunsch vieler Schulkinder würde die Regelung jedenfalls entgegenkommen: Denn sie würden gern später mit der ersten Stunde starten. Nach einer repräsentativen Umfrage des Kinderkanals Kika im Jahr 2019 unter rund 1300 Erst- bis Sechsklässlern in Deutschland wünschten Kinder sich im Schnitt einen Schulbeginn um 8.40 Uhr.

Das Votum der Kinder deckt sich mit Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. In Deutschland beginnt die Schule oft zwischen 7 und 8 Uhr. Das ist früher als in vielen Nachbarländern.

Wann Schulen morgens mit der ersten Stunde starten, wird vielerorts oft intensiv diskutiert - etwa wenn in einer Stadt durch das Verschieben des Unterrichtsbeginns die Kosten für den Schülerverkehr reduziert werden sollen oder gerade zu Pandemiezeiten etwas gegen überfüllte Busse und Bahnen getan werden soll.

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