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Zahlreiche Einsätze in Ostwestfalen-Lippe - Erneutes Unwetter am Freitag in Bielefeld

Straßen und Unterführungen überflutet, Keller vollgelaufen

Bielefeld/Borchen/Höxter

Erneute Gewitter und Starkregen haben auch am Freitagnachmittag in Bielefeld zahlreiche Einsätze von Polizei und Feuerwehr erforderlich gemacht.

Von dpa/WB

In der Unterführung der Stapenhorststraße in Bielefeld blieben am Freitag drei Fahrzeuge in den Wasserfluten stecken. Foto: Andreas Niemann

Besonders schlimm traf es drei Autofahrer, die in der OWD-Unterführung an der Stapenhorststraße im Wasser stecken blieben und sich durch ihre Autofenster befreien mussten. In der Bielefelder Altstadt musste die Löschabteilung West der Freiwilligen Feuerwehr ausrücken. Dort stand die Süsterkirche unter Wasser. Im Stadtteil Hoberge floss der Schlamm von mehreren Äckern auf die Straße.

Zudem kam es auf der Autobahn A2 in Höhe des Bielefelder Berges zu einem Unfall mit vier beteiligten Fahrzeugen. Die Insassen in den Autos sollen ersten Angaben zufolge nicht ernsthaft verletzt worden sein. Die Polizei musste eine Fahrspur absperren, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.

Zuvor sorgten Unwetter schon am Donnerstagabend und in der Nacht in vielen Teilen von Nordrhein-Westfalen für vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und einige Unfälle mit Blechschäden. In Bielefeld gingen am  20 Notrufe ein, wie ein Sprecher der Feuerwehr am Freitag sagte. Allerdings seien es keine dramatischen Zustände gewesen. Das Wasser sei vielerorts bereits abgelaufen, als die Einsatzkräfte eintrafen. Ansonsten seien einige Straßen aufgrund von übergelaufenen Gullydeckeln überflutet gewesen, berichtete ein Polizeisprecher.

Auf der Autobahn 33 habe es einige Unfälle mit Blechschäden gegeben.  Es kam demnach zu Teilsperrungen, Verletzte gab es nicht. Bei Borchen (Kreis Paderborn) durchbrach ein Laster am Abend die Mittelleitplanke, was zu einer Vollsperrung führte. Im Kreis Paderborn gab es 18 Einsätze der Feuerwehr, zwölf davon in Salzkotten.

Auf der A2 verunglückte aufgrund von Aquaplaning ein Jeep-Fahrer aus Löhne. Er und seine Beifahrerin wurden verletzt.

Zahlreiche Straßen wurden auch im Kreis Höxter überflutet. Betroffen waren Erkeln, Steinheim, Borgentreich, Beverungen, Bühne und Haarbrück.  In Hembsen löste vermutlich ein Blitzeinschlag einen Dachstuhlbrand aus.

Auch in anderen Regionen von NRW gab es für die Einsatzkräfte viel zu tun. In Bergisch Gladbach führte der Starkregen am Abend ebenfalls zu Problemen - vor allem vollgelaufene Keller. Insgesamt habe es 43 Einsätze gegeben, sagte der zuständige Einsatzleiter der Feuerwehr, Axel Merten, am Freitag. „Die Lage war nicht dramatisch.“ Alle Einsätze seien noch am Abend abgeschlossen gewesen. Nur bei der Hälfte hätten die rund 75 Feuerwehrleute tätig werden müssen. Schwerpunkte waren Wasserschäden in den Stadtteilen Hand und Gronau. Verletzte waren der Feuerwehr zunächst nicht bekannt.

Auch im Hochsauerlandkreis führte der Regen zu wenigen Einsätzen. Insgesamt habe es für Polizei und Feuerwehr aber keine Schwierigkeiten gegeben, sagte ein Sprecher.

Am Freitag sind in NRW nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) weiter Schauer und örtlich Gewitter möglich. Dabei seien lokal auch Starkregen und Hagel nicht ausgeschlossen. Am Wochenende beruhigt sich das Wetter schließlich. Während am Samstag laut DWD noch einzelne Schauer auftreten, bleibt es am Sonntag meist trocken.

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