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Unna

Waffenarsenal in Wohnung: Kampfmittelräumdienst vor Ort

Unna (dpa/lnw)

In der Wohnung eines Verstorbenen in Unna sind Waffen und Munition in großen Mengen entdeckt worden. Der Kampfmittelräumdienst habe am Dienstag zunächst Stabbrandbomben, ein Hartkerngeschoss und Waffenteile sichergestellt, berichtete die Polizei am Mittwoch. Bewohner der umliegenden Häuser waren zuvor evakuiert, der Straßenbereich gesperrt worden.

Von dpa

Ein Blaulicht leuchtet unter der Frontscheibe eines Einsatzfahrzeugs der Polizei. Foto: Lino Mirgeler/dpa/Symbolbild

Nach einer ersten Überprüfung der Funde konnte Entwarnung gegeben werden. Experten der Bundespolizei stießen auch auf Leucht- und Rauchsignalmunition, eine Übungstellermine, Übungshandgranaten sowie eine «unkonventionelle Spreng-und Brandvorrichtung».

Bei der am Mittwoch noch andauernden Räumung fanden die Beamten zudem zwei Langwaffen, 15 Kurzwaffen und diverse Munition, die die Polizei in Unna in Verwahrung genommen habe. Nicht nur in der Wohnung des verstorbenen 63-Jährigen, auch im Keller und in der Garage - zum Teil in chaotischem Zustand - hatte der Mieter die Gegenstände gehortet.

Die Wohnungsbaugesellschaft hatte die Polizei alarmiert. Sie hatte die Wohnung nach dem Tod des Bewohners räumen wollen. Erben des 63-Jährigen waren nicht zu ermitteln.

Um wen genau es sich bei dem Verstorbenen handelt und warum er die Gegenstände hortete, war zunächst nicht bekannt. Eine genauere Untersuchung des umfangreichen Fundes sei angelaufen, vor allem die Garage sollte noch genau unter die Lupe genommen werden.

Auch wenn der «Sammler» verstorben ist, wurde laut Polizei eine Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz gefertigt.

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