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WDR zeigt Dokureihe «Unser Land in den 50ern»

Köln (dpa/lnw)

Von dpa

Das WDR-Fernsehen nimmt in einer vierteiligen Doku zur besten Sendezeit die 1950er Jahre in Nordrhein-Westfalen in den Blick. Unter dem Titel «Unser Land in den 50ern» werde gezeigt, wie NRW zu Nachkriegszeiten Fahrt aufnimmt und dem Land ein ungeahnter Höhenflug gelingt, kündigte der WDR am Montag in Köln an. Die vier jeweils 45 Minuten langen Folgen werden vom 20. August an freitags um 20.15 Uhr ausgestrahlt. Erzähler ist der in Herne geborene Schauspieler Joachim Król (64). Anlass ist das 75-jährige Bestehen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes, das am 23. August 1946 gegründet wurde.

Beleuchtet werden etwa die Bedeutung der Stahlindustrie für den Aufschwung, der Beitrag der ersten Gastarbeiter aus Italien oder der Beginn der Konsumgesellschaft. Auch das Fernsehen spielt eine Rolle: 1952 habe der Nordwestdeutsche Rundfunk, Vorgänger des WDR, von Köln aus das erste deutsche Nachkriegsfernsehprogramm aus dem gerade neu erbauten Funkhaus gesendet. In der Doku berichtet Peter Millowitsch über die erste Live-Übertragung des deutschen Fernsehens aus dem Kölner Volkstheater seines Vaters Millowitsch.

Zu Wort kommt auch Reporter-Legende Heribert Faßbender, der den Sieg der bundesdeutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1954 - das «Wunder von Bern» - als Teenager erlebte. Die Krefelderin Wiltrud Urselmann schwamm zahlreiche Rekorde und war 1957 Sportlerin des Jahres. Schmunzelnd berichtet sie in einer Folge von ganz besonderen Kontrollen der Wettkampfgerichte.

Gezeigt werden auch Menschen, die sich in der Gegenwart für die 50er begeistern wie etwa eine Friseurin aus Gütersloh, deren Friseursalon einem Museum aus dieser Zeit gleicht. Oder ein Krefelder Oldtimer-Fan, der gemeinsam mit seinem Großvater einen Ford mit dem Baujahr 1950 restauriert hat.

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