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Weinbergbesitzer Günther Klum mag am liebsten süße Weine

Piesport (dpa)

Weinbergbesitzer Günther Klum kommt mehrmals im Jahr an die Mosel. Der Vater von Star-Model Heidi Klum besitzt oberhalb von Piesport einen Weinberg, den er vor knapp zehn Jahren spontan gekauft hat. «Die Lage heißt «Güntherslay». Bei dem Namen habe ich gedacht: Kaufst du dir mal einen Weinberg», erzählt er und schaut über das weite Tal, wo die Mosel eine Schleife macht. «Der Blick hier ist ja einmalig.»

Von dpa

Günther Klum steht mit einer 0,5 Liter Flasche „Güntherslay“ vor seinem Steillagen-Weinberg. Foto: Harald Tittel/dpa/Archivbild

Seine Frau möge am liebsten die Trockenbeerenauslese, sagt der 76-Jährige aus Bergisch Gladbach bei Köln. «Und ich den 2013er. Auch eher süß.» Er trinke aber nur hin und wieder mal ein Gläschen. Und Tochter Heidi? «Die mag den Wein auch», sagt Vater Klum. «Sie hat im Keller auch jede Menge.» Wenn er zu ihr nach Los Angeles fliege, nehme er Flaschen im Koffer mit.

Als Winzer sieht sich Klum aber nicht. «Mit der Arbeit im Weinberg habe ich nichts zu tun.» Die überlässt er einem Profi vor Ort: Achim Molitor aus Minheim, der mitten in Klums rund ein Hektar großen Weinberg auch eine eigene Parzelle bewirtschaftet.

Die steile Lage ganz oben am Hang sei eine «mit Zukunft», sagt Molitor. Denn im Zuge des Klimawandels seien höhere Lagen für Winzer immer interessanter, weil es dort kühler sei als unten im Tal. Dort könne die Rebe ausreichend lange heranreifen und reichlich Aroma ausbilden, erklärt der Winzer, der Klums Weine seit 2020 ausbaut.

Klum ist nicht der einzige prominente Günther im Anbaugebiet Mosel: 2010 hat Fernsehmoderator Günther Jauch in Kanzem an der Saar das «Weingut von Othegraven» aus Familienbesitz übernommen. Die Mosel ist das bundesweit fünftgrößte Weinanbaugebiet: An Mosel, Saar und Ruwer bewirtschaften rund 2800 Winzer knapp 8700 Hektar Weinberge.

«Prominente Persönlichkeiten bringen als «Neuwinzer» oder Weingutsbesitzer nicht nur Investitionen in Weinberge und Betriebe, sondern erzeugen auch große mediale Aufmerksamkeit für das Anbaugebiet», sagt der Geschäftsführer des Vereins Moselwein, Ansgar Schmitz. Das sei «sehr willkommen» - vor allem wenn es sich um ein dauerhaftes und nachhaltiges Engagement handele.

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