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Auszeichnung

Wüst zeichnet Projekt für zugewanderte Frauen aus

Dortmund (dpa/lnw)

Ingenieurinnen oder Architektinnen: Viele zugewanderte Frauen des Projekts PerMenti sind inzwischen erfolgreich in ihrem Job in Deutschland. Nun hat das Projekt eine besondere Auszeichnung erhalten.

Von dpa

Hendrik Wüst steht im «Dortmunder U» neben den Preisträgerinnen der Mevlüde-Genç-Medaille. Foto: Bernd Thissen/dpa

Ein Projekt für zugewanderte Frauen mit höherem Bildungsabschluss hat die Mevlüde-Genç-Medaille des Landes Nordrhein-Westfalen erhalten. «Frauen, die nach Deutschland gekommen sind, müssen oft eine ganze Wand von Vorurteilen und Widerständen überwinden, um sich in einem anspruchsvollen Beruf zu etablieren. Diesen Frauen will PerMenti eine Brücke bauen, sie und ihre Leistung sichtbar machen und ihnen die Chance geben, die sie verdienen», sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bei der Verleihung am Mittwoch. «Barbara Wenzel, Mechthild Greive und alle ehrenamtlichen Unterstützerinnen und Unterstützer haben es sich zur Aufgabe gemacht, zugewanderten Frauen mit gutem Bildungsabschluss die Chance auf eine Arbeitsstelle zu eröffnen, die ihren Qualifikationen entspricht.»

Die Mevlüde-Genç-Medaille wurde 2018 aus Anlass des 25. Jahrestages des Brandanschlags von Solingen gestiftet. Sie ehrt Einzelpersonen oder Vereine, die sich im Sinne von Mevlüde Genç besonders verdient machen um Toleranz, Versöhnung zwischen den Kulturen und um das friedliche Miteinander der Religionen. Das Ehepaar Genç hatte im Mai 1993 zwei Töchter, zwei Enkelkinder und eine Nichte verloren, nachdem Rechtsextremisten Brandsätze in ihr Haus geworfen hatten. 17 Familienmitglieder waren dabei schwer verletzt worden.

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