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Viele Gratulanten erweisen Josefine Hoffmeister in Vörden an ihrem Jubeltag die Ehre

103 – dank Glaube und Familie

Vörden

Der Glaube und die Familie haben Josefine Hoffmeister aus Vörden stets Kraft gegeben. Und so hat sie jetzt im Kreise ihrer großen Familie ihren sage und schreibe 103. Geburtstag gefeiert.

Marienmünsters Bürgermeister Josef Suermann hat es sich nicht nehmen lassen, Josefine Hoffmeister zu ihrem 103. Geburtstag persönlich zu gratulieren. Foto: Stadt Marienmünster

„Als wir sie am Nachmittag besuchten, war sie allerdings schon ein bisschen müde“, erzählt ihr Sohn Josef Hoffmeister. Und das ist auch kein Wunder, waren doch am Vormittag zahlreiche Gratulanten da – vom Seniorenverein über die Caritas und kfd bis zum Pastor. „Viele haben wegen Corona nur an der Tür gratuliert, aber mit dem Pastor hat sie sich lange unterhalten“, erzählt Josef Hoffmeister. Und als Bürgermeister Josef Suermann sie zwei Tage später besuchte, war sie auch schon wieder fit.

Josefine Hoffmeister ist am 5. Februar 1919 als viertes von zwölf Kindern der Eheleute Theresia und Josef Dreier in Entrup geboren worden. In der Großfamilie musste sie bereits im frühen jugendlichen Alter mit im Haushalt und der Landwirtschaft helfen. Auch den zweiten Weltkrieg hat sie bewusst miterlebt – von der Machtübernahme Hitlers bis zum Einmarsch der Amerikaner in Entrup. Im Mai 1948 lernte sie dann Josef Hoffmeister aus Vörden kennen, der fünf Monate zuvor aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt war. »Bereits am 15. August haben wir uns verlobt und am 27. Oktober geheiratet«, erzählte Josefine Hoffmeister anlässlich ihres 100. Geburtstages dem WESTFALEN-BLATT. In Vörden habe sie sich von Beginn an sehr wohl gefühlt – dank der tollen Nachbarschaft.

Die Hoffmeisters hatten in Vörden eine Stellmacherei und Landwirtschaft. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor – Anni, Maria, Josef und Johannes. Heute hat »Finchen«, wie sie in Vörden genannt wird, sechs Enkelkinder und zwei Urenkel.

Bereits 1979, mit 60 Jahren, wurde Josefine Hoffmeister Witwe. »Der Glaube ist für mich sehr wichtig. Ich hatte gute und schlechte Zeiten – und einiges hätte ich ohne das Gebet nicht ertragen«, erzählte die jetzt 103-Jährige, die in Vörden viele Bibelabende mitgestaltet hat.

Ihre Kinder kümmern sich um Josefine Hoffmeister in ihrem Zuhause, in dem auch die Treppe kein Problem für die rüstige Rentnerin darstellt. »Weil die Augen nicht mehr die besten sind, lese ich ihr täglich aus der Zeitung vor«, sagt Josef Hoffmeister. Seit Oktober 2018 besucht sie einmal die Woche die Tagespflege in Kollerbeck. Auch das bereite ihr große Freude, berichtet der Sohn, schließlich werde dort auch immer Programm geboten – Gymnastik etwa nach dem Kaffeetrinken oder eine kleine Quizrunde.

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