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Interesse am städtischen Förderprogramm ist bisher gering

11.000 Euro für Lastenräder in Paderborn

Paderborn

Das Interesse an Lastenrädern in den Stadtquartieren ist bislang kaum vorhanden. Obwohl die Förderbedingungen seit Juli 2020 bekannt sind, ging beim Straßen- und Brückenbauamt erst ein einziger Antrag ein. Somit wurden die von der Stadt bereitgestellten 11.000 Euro nicht komplett abgerufen.

Dietmar Kemper

Stadt und Politik haben aber die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass die Zahl der Lastenräder in den Quartieren steigt. Um nachzuhelfen, stimmte die Mehrheit im Ausschuss für Umwelt, Klima und Mobilität jetzt dem Vorschlag der Verwaltung zu, den Kreis der möglichen Bewerber auszuweiten. Künftig dürfen sich nicht mehr nur diejenigen Vereine und Initiativen um eine Förderung bemühen, die im Quartiersatlas des Sozialamtes aufgeführt sind. Jetzt können weitere Initiativen, die ihr Quartier voranbringen wollen, zum Zuge kommen, wenn denn ihr Konzept überzeugt. Stellvertretend für die Lokalpolitiker, die einen Sinn darin sehen, dass die Stadt die Anschaffung von Lastenrädern auch weiterhin mit 11.000 Euro unterstützt, sagte Dietrich Honervogt von der CDU: „Hier werden zwei Sachen gefördert, die Quartiersarbeit und klimafreundliche Mobilität.“

Das sehen FDP und AfD ganz anders. Der Liberale Frank van Koten kritisierte: „Das Angebot geht an den Bedürfnissen der Menschen vorbei. Die Beschaffung von Lastenrädern zu fördern, gehört nicht zu den originären Aufgaben einer Stadtverwaltung.“ Und den Empfängerkreis zu erweitern, wenn das Geld nicht abgerufen werde, sei „phantasielos“. AfD-Ratsherr Alexander Lex sieht in der Praxis herausgeschmissenes Geld: „Lastenräder schön und gut, aber warum soll der Staat das subventionieren?“

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