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Die meisten Taten passierten in Paderborn – Taschendiebe aber auch in Borchen, Hövelhof, Salzkotten und Bad Lippspringe

15 Diebstähle binnen einer Woche

Paderborn

Im Kreis Paderborn sind innerhalb einer Woche 15 Diebstähle von Taschen und Porte­mon­naies angezeigt worden. Das hat die Polizei am Freitag mitgeteilt. Meistens schlugen die Täter den Angaben zufolge beim Einkaufen zu. „Die Diebe nutzen aber auch andere ‚günstige‘ Gelegenheiten“, mahnt Polizeisprecher Michael Biermann zur Vorsicht.

„Augen auf und Tasche zu!“, mahnt die Paderborner Polizei. In der vergangenen Woche waren Langfinger hauptsächlich in Paderborn, aber auch in weiteren Orten des Kreises erfolgreich. (Symbolfoto) Foto: dpa

Am häufigsten langten laut Polizei die Täterinnen und Täter in Paderborn zu. So wurde am Freitag vor einer Woche einer Frau mittags in einem Geschäft an der Westernstraße in Paderborn das Porte­mon­naie aus ihrer Handtasche gestohlen, die sie im Korb unter ihrem Kinderwagen deponiert hatte. Etwa zur gleichen Zeit holte ein Mann Geld an einem Bankautomaten im Schildern ab. Die Scheine steckte er in seine Bauchtasche. Nach einigen Geschäftsbesuchen stellte er fest, dass die Bauchtasche unbemerkt geöffnet worden war und das Geld daraus fehlte. Auch an der Hatzfelder Straße in Schloß Neuhaus wurde eine Frau in einem Geschäft bestohlen.

Aus der Umkleidekabine Geldbörse und Schlüssel gestohlen

Samstags schlugen den Angaben der Polizei zufolge Taschendiebe in einem Supermarkt an der Meßdornstraße in Elsen zu und klauten einer Kundin die Geldbörse. In der Westernstraße wurden einem Mann beim Anprobieren von Kleidung Porte­mon­naie und Schlüssel aus der Umkleide in einem Textilgeschäft entwendet.

In der Nacht zu Sonntag entwendeten Diebe einem jungen Mann im Paderquellgebiet Geld und Handy. Ein Linienbus war tagsüber dann Tatort eines Taschendiebstahls im Bereich Marienstraße.

Tasche aus Firmenfahrzeug geklaut

Am Montag wurde ein Mann nach dem Zigarettenziehen in der Fürstenbergstraße von einem entgegenkommenden Passanten angerempelt. Danach fehlte seine Geldbörse, die er in die Bauchtasche seines Hoodies gesteckt hatte. In Borchen wurde einem Arbeiter während seiner Tätigkeiten die Tasche aus dem unverschlossenen Firmenwagen entwendet. Eine Frau wurde in einem Hövelhofer Supermarkt Opfer von Taschendieben.

Portemonnaies aus Rucksäcken entwendet

In Paderborn kaufte am Dienstagmittag eine Frau in einer Bäckerei im Schildern ein und steckte ihr Porte­mon­naie in ihren Rucksack. Wenig später war die Börse weg. In der Westernstraße wurde kurz darauf einer weiteren Frau das Porte­mon­naie aus dem Rucksack entwendet.

In Salzkotten langten Diebe am Mittwoch in einem Supermarkt zu und griffen in den Einkaufswagen einer Kundin. Diese hatte ihre Geldbörse dort in ihrem Einkaufskorb aufbewahrt.

Am Donnerstag erging es einer Frau beim Einkaufen in einem Bad Lippspringer Supermarkt ähnlich. Ihr wurde die Handtasche samt Porte­mon­naie entwendet. In einem Möbelgeschäft am Frankfurter Weg in Paderborn bemerkte eine Frau an der Kasse, dass ihre Handtasche offenstand und die Geldbörse fehlte.

In dieser Sieben-Tages-Bilanz seien schon viele Varianten von Taschendiebstählen enthalten. „Aber die Täter haben noch viele andere Tricks auf Lager. Ablenkungsmanöver wie Anrempeln, Fragen nach dem Weg oder die Bitte, Geld zu wechseln, können eine Tat vorbereiten“, betont die Polizei in ihrem Bericht. Die Bilanz mache deutlich, dass die Täter ihre Opfer beobachten. „Bevor sie zuschlagen, wissen sie genau, wo sich ihre Beute befindet. Sie greifen dann gezielt zu und tauchen sofort unter. Oft sind sie nicht allein aktiv und die Beute wird sofort an einen Komplizen weitergegeben. Die Diebinnen und Diebe nutzen sorgloses und unachtsames Verhalten oder die Hilfsbereitschaft ihrer Opfer aus. Daher kann jeder durch Aufmerksamkeit, gesunde Skepsis und richtiges Verhalten selbst viel tun, um sich vor Schäden durch Taschendiebe zu schützen“, mahnt die Polizei.

Die wichtigsten Tipps der Polizei:

- Nehmen Sie bei einem Einkaufen nur so viel Bargeld mit, wie Sie tatsächlich benötigen.

- Tragen Sie Geld, Zahlungskarten, Papiere und Handy immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen der Kleidung möglichst dicht am Körper.

- Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen immer mit der Verschlussseite zum Körper.

- Achten Sie gerade im Gedränge verstärkt auf Ihre Wertsachen.

- Werden Sie misstrauisch, wenn Sie plötzlich angerempelt oder „in die Zange“ genommen werden.

- Lassen Sie Ihre Taschen in Restaurants oder anderen Lokalen nicht unbeaufsichtigt.

- Notieren Sie niemals Ihre PIN irgendwo im Portemonnaie (schon gar nicht auf der Zahlungskarte).

- Lassen sie ihre Geld- und Kreditkarten im Falle eines Diebstahls sofort sperren. Nutzen Sie den gebührenfreien Sperrnotruf über die Telefonnummer 116 116.

- Rufen Sie sofort die Polizei, wenn Ihnen verdächtige Personen auffallen: Polizeiruf 110!

Fragen beantwortet dazu das Kommissariat Kriminalitätsvorbeugung/Opferschutz der Kreispolizeibehörde Paderborn. Auch bieten die Beamten Beratungen an. Das Kommissariat ist telefonisch unter (05251) 306-3900 oder per E-Mail (kriminalitaetsvorbeugung.paderborn@polizei.nrw.de) zu erreichen.

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