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Weitere Termine im Rahmen der Veranstaltungsreihe in Höxter geplant: Führung zu den „Stolpersteinen“ und Lesung im Gymnasium

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Höxter

Die bundesweite Veranstaltungsreihe „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ wird auch in Höxter mit Leben gefüllt. Nach einem erfolgreichen Auftaktkonzert im September im Forum Jacob Pins findet am Samstag, 6. November, ab 14 Uhr eine Führung „Jüdische Familien Höxters: Stolpersteine erinnern“ statt – in Kooperation der „Jacob Pins Gesellschaft“ und der Volkshochschule Höxter.

Von Harald Iding

„Stolpersteine“ (wie hier in der Westerbachstraße von Höxter) erinnern an die jüdischen Bürger und ihr Schicksal. Zu diesem Thema bietet Fritz Ostkämper am Samstag eine Führung an. Foto: Harald Iding

Fritz Ostkämper informiert über das Schicksal der Juden in Höxter. Die Teilnehmer treffen sich zunächst im Foyer des „Forums Jacob Pins“, wo ein erster Überblick über ausgewählte Biografien jüdischer Bewohner Höxters im 20. Jahrhundert und schwerpunktmäßig während der Nazi-Diktatur gegeben wird. Anschließend geht es zu ausgewählten Stolpersteinen, die an die ehemaligen jüdischen Bewohner der dazu gehörenden Häuser erinnern und von deren Lebenswegen berichten.

Der Rundgang führt über den ehemaligen Standort der Synagoge zum jüdischen Friedhof in der Gartenstraße, wo die kostenlose Führung enden soll.

Und es steht ein weiterer Termin an: Am Mittwoch, 17. November, findet ab 18 Uhr eine Lesung aus dem Buch „Die Judenmetzgerei“ von Hermann Multhaupt in der Aula des König-Wilhelm-Gymnasiums statt.

Der Autor ist Zeitzeuge und berichtet über ein Familienschicksal der Region in der NS-Zeit.

VHS-Leiter Rainer Schwiete: „Angesichts aktuell wieder auflebender rechtsradikaler Tendenzen ist das authentisch erzählte, zum Teil auf Tatsachen beruhende Familienschicksal aus Beverungen eine eindringliche Warnung. Gerade in der heutigen Zeit sind Aufmerksamkeit und couragiertes Handeln gefragt, um das Wiedererstarken antisemitischer Ideologien zu verhindern.“

Hermann Multhaupt wuchs in Herstelle (Beverungen) auf und arbeitete als Redakteur unter anderem für die Kirchenzeitung „Der Dom“ in Paderborn sowie als Schriftsteller von mehr als 80 Büchern zu unterschiedlichen Themen.

Die gebührenfreie Lesung am 17. November findet in Kooperation der Volkshochschule mit dem KWG und dem „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.“ in Westfalen-Lippe statt.

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