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Ein Jahr Corona-Hilfsfonds – Universität Paderborn zieht Bilanz und beendet Förderung

199 Studenten unterstützt

Paderborn

Im Mai 2020 hatte die Universität Paderborn mit dem Corona-Hilfsfonds eine finanzielle Soforthilfe für Studenten in Not eingerichtet. Mit Unterstützung der Universitätsgesellschaft (UG) und des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) konnten innerhalb von einem Jahr 199 Anträge bewilligt und über 88.000 Euro ausgeschüttet werden, teilte die Uni mit.

Andreas Siebe von der Universitätsgesellschaft Paderborn (von links), AStA-Vorsitzende Sharlene Frammelsberger, Marc Schüle (Stabsstelle Hochschulnetzwerk und Fundraising) und Universitätspräsidentin Birgitt Riegraf freuen sich, dass sie mit dem Corona-Hilfsfonds Studenten unterstützen konnten. Foto: Johanna Pietsch

Da die Nachfrage der Studenten mittlerweile jedoch deutlich zurückgehe, hätten sich die Verantwortlichen nun dazu entschlossen, den Fördertopf zu schließen, heißt es weiter in der Mitteilung. Birgitt Riegraf, Präsidentin der Universität: „Mit den Mitteln aus dem Hilfsfonds konnten wir Studierenden über diese schwierige Zeit schnell und unbürokratisch hinweghelfen. Uns war es wichtig, in der Pandemie ein sichtbares Zeichen der Solidarität zu ­setzen.“

Der Erfolg war den Angaben zufolge nur möglich, weil zahlreiche Unterstützer ihre Kräfte bündelten. Mehr als 180 Einzelspender, darunter Mitarbeiter der Universität und Privatpersonen, sowie Unternehmen aus der Region und örtliche Vereine und Organisationen, hätten dazu beigetragen, dass sich fast 200 Studenten über eine Förderung in Höhe von bis zu 450 Euro freuen konnten. Voraussetzung dafür war, dass sie nachweislich wegen der Corona-Pandemie in eine finanzielle Notlage geraten waren.

Viele Anträge seien dabei auch von ausländischen Studenten eingegangen, die trotz der herausfordernden Situation ihr Studium in Paderborn fortgesetzt hätten.

„Nachdem die Idee dazu Mitte April 2020 entstanden ist, konnten bereits Anfang Mai die ersten Anträge für den Corona-Hilfsfonds gestellt werden. Für die schnelle Umsetzung möchte ich mich bei allen Beteiligten bedanken“, lobt Sharlene Frammelsberger, Vorsitzende des AStA Paderborn, die Zusammenarbeit mit dem Präsidium, der Verwaltung, dem Alumni Paderborn und der Universitätsgesellschaft.

Angesichts der positiven Entwicklung des Pandemiegeschehens ginge laut Universität die Zahl der Anträge zurück. „Die Studierenden haben sich mittlerweile mit der Situation arrangiert und sind beispielsweise wieder zu Hause eingezogen oder haben andere Einkommensquellen gefunden“, erklärt Andreas Siebe, stellvertretender Vorsitzender der UG Paderborn, das Ausbleiben der Anträge. Infolgedessen stelle die Universität den Corona-Hilfsfonds nun ein.

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