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Die Paderborner Franz-Josef Mertens und Ernst Montag trugen lange den Liborischrein

200 Kilogramm schwere Last, aber eine besondere Ehre

Paderborn

Es brannte in der Senne, aber der Liborischrein brauchte gleichzeitig seine Träger. Was also tun? Der Einsatzleiter der Feuerwehr schickte 16 Kameraden zurück, um am Libori-Dienstag den Schrein im Dom beizusetzen. Den Brandbekämpfern fehlte die Zeit zum Umziehen und so warfen sie sich schnell die Talare über, um noch rechtzeitig zur Andacht zu kommen. Die Gläubigen entlang des Prozessionswegs wunderten sich derweil über den Geruch nach Feuer. Diese Libori-Episode aus den 1960er-Jahren hat Ernst Montag nicht vergessen.

Von Dietmar Kemper

Den Liborischrein im Diözesanmuseum kennen Ernst Montag (links) und Franz-Josef Mertens nur zu gut. Über die Tradition des Schreintragens wird in mehreren Büchern berichtet. Foto: Jörn Hannemann

Die Besucher des Liborifestes wollen in den nächsten Tagen wieder den berühmten Schrein sehen. Diejenigen, die ihn tragen, damit alle ihn sehen können, bleiben im Hintergrund. Dabei sind die Schreinträger für das Liborifest unverzichtbar und können eine Menge erzählen – so wie Ernst Montag und Franz-Josef Mertens.

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