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Gewalttat am Bielefelder Hauptbahnhof – Polizei nimmt Tatverdächtigen (37) aus Preußisch Oldendorf fest

23-Jähriger schwer am Kopf verletzt

Bielefeld

Mit Kopfverletzungen ist am Donnerstagabend ein 23-Jähriger nach einer Auseinandersetzung im Bielefelder Hauptbahnhof in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Er wurde schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt. Die Bundespolizei ermittelt nach dem Angriff zum Tathergang.

Im Bielefelder Hauptbahnhof eskalierte der Streit. Foto: Bernhard Pierel

Auf dem Vorplatz entwickelte sich gegen 18 Uhr eine körperliche Auseinandersetzung zwischen drei Personen und einem weiteren Mann. Der 23-jährige Syrer aus Soest geriet mit einem 37-jährigen Algerier aus Preußisch Oldendorf in einen Streit, der schnell handgreiflich wurde und sich in die Haupthalle verlagerte.

Im Zuge dieser Schlägerei stach oder schlug der 37-Jährige mehrfach mit einem metallischen Gegenstand auf seinen 23-jährigen Kontrahenten ein, der sich hierbei mehrere Platz- oder Risswunden am Hinterkopf zuzog. Nach Zeugenaussagen könnte es sich bei dem Tatwerkzeug um einen Zimmermannsnagel gehandelt haben.

Der Tatverdächtige flüchtete anschließend in Richtung Innenstadt. Nach dem Hinweis eines ihn verfolgenden Bundeswehrsoldaten wurde er durch Beamte der Polizei Bielefeld in der August-Bebel-Straße festgenommen. Das Tatwerkzeug konnte bislang nicht aufgefunden werden.

Bei dem verletzten 23-Jährigen wurden eine Zange und ein Pfefferspray aufgefunden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hat er dem Angreifer damit eine leichte Gesichtsverletzung zugefügt.

Gegen den 37-Jährigen wurde ein Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wurde der Algerier wieder entlassen.

Sowohl der Tatverdächtige als auch sein Opfer sind wegen verschiedener Gewaltdelikte polizeilich bekannt. Inwieweit die Begleiter des Verletzten in die körperliche Auseinandersetzung verwickelt waren, ist Gegenstand der weiteren Ermittlungen. Dazu wertet die Bundespolizei aktuell die Aufnahmen der Videoüberwachung aus.

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