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Die Corona-Lage im Kreis Paderborn am Dienstag, 30. November: Inzidenz knapp unter 300 – Maskenpflicht in Paderborn

328 Neuinfektionen und 361 Genesene

Paderborn

Der Kreis Paderborn hat am Dienstag viele neue Corona-Fälle gemeldet. Da aber noch mehr Erkrankte genesen, sank die Zahl der Infizierten. Die höchste Inzidenz der Städte und Gemeinden im Kreis hat Borchen. In den Altersgruppen sind die Zehn- bis 14-Jährigen am stärksten betroffen.

Bearbeitet von Lars Rohrandt

In einem Impfausweis ist der Eintrag einer Erstimpfung gegen das Coronavirus zu lesen. Foto: Patrick Pleul/dpa

Für den Zeitraum von Montag bis Dienstag (Stand jeweils 11 Uhr) hat der Kreis Paderborn am Dienstag 328 Corona-Neuinfektionen bekannt gegeben. In der vergangenen Woche waren es für den gleichen Zeitraum 226. Da den Angaben zufolge 361 weitere Erkrankte genesen sind, liegt die Zahl der Infizierten offiziell nun bei 2320. Am Montag waren es 2353.

Die 2320 aktiven Fälle verteilen sich wie folgt: Paderborn 1110 (dort gilt ab Mittwoch wieder eine Maskenpflicht in der Innenstadt), Salzkotten 216, Delbrück 237, Borchen 166, Bad Lippspringe 128, Hövelhof 126, Lichtenau 115, Büren 87, Bad Wünnenberg 70, Altenbeken 65.

Die Zahl der Personen, die sich in Quarantäne befinden, sank um 56 auf 2842.

46 Corona-Erkrankte mit Wohnsitz im Kreis Paderborn werden derzeit in Krankenhäusern im Kreis behandelt, 19 von ihnen intensivmedizinisch, so die Kreisverwaltung im aktuellen Corona-Lagebericht (Montag: 45/15). Das DIVI-Intensivregister gibt für den Kreis Paderborn an, dass 63 von 70 Intensivbetten belegt sind (17 Covid-Fälle, davon 12 invasiv beatmet; Stand: 30.11., 15.45 Uhr, stündliche Aktualisierung, Erwachsenen-Intensivstationen).

30. November 2021: Das Corona-Geschehen im Kreis Paderborn im Überblick. Foto: Kreis Paderborn

Inzidenzwerte

Das Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW und das Robert-Koch-Institut haben am Dienstagmorgen für den Kreis Paderborn eine Wocheninzidenz von 297,7 ausgewiesen (Datenstand: 0 Uhr), was 918 Corona-Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen entspricht. Beim LZG sind am Dienstag 164 Corona-Fälle aus dem Kreis Paderborn neu in die Statistik eingeflossen, davon datierte die Landeseinrichtung in Bochum 88 auf den Dienstag selbst (siehe unten: Melde- und Übermittlungsverzug). Am Vortag lag der Wert bei 277,9, am Dienstag vor einer Woche bei 277,6 und vor einem Monat bei 81,4. Der Inzidenzwert ergibt sich aus der Summe der neuen Coronavirus-Infektionen in den vergangenen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner.

Der Inzidenzwert in Nordrhein-Westfalen liegt am 30 . November bei 285,9 (Vortag: 276,8) und in Deutschland bei 452,2 (452,4). Der Blick in die Paderborner Nachbarkreise ergibt nach LZG-Angaben folgendes Bild: Gütersloh 359,9 (351,7) – Hochsauerlandkreis 185,7 (184,9) – Höxter 194,7 (196,8) – Lippe 272,4 (235,2) – Soest 181,4 (183,4).

Der Kreis Paderborn veröffentlicht auf seiner Website (hier geht es direkt zum Dashboard) für die Städte und Gemeinden „kreiseigene Inzidenzwerte, die auf unseren veröffentlichten und berechneten Zahlen beruhen“ (Stand 30. November, 11 Uhr): Altenbeken 373,4 (Vortag: 318,5) – Bad Lippspringe 420,5 (390,1) – Bad Wünnenberg 327,7 (303,1) – Borchen 616 (526,9) – Büren 279,7 (233,1) – Delbrück 415,1 (390,1) – Hövelhof 450 (437,7) – Lichtenau 559,2 (455) – Paderborn 365,5 (338,5) – Salzkotten 419,8 (371,8).

Blick auf die Altersverteilung

Nach Angaben des LZG sieht die Inzidenz im Kreis Paderborn wie folgt bei den verschiedenen Altersgruppen aus (Datenstand: 30.11., 0 Uhr).

0 bis 4 Jahre: 185,2

5 bis 9 Jahre: 615,3

10 bis 14 Jahre: 647,9

15 bis 19 Jahre: 353,9

20 bis 24 Jahre: 315,4

25 bis 29 Jahre: 308,1

30 bis 34 Jahre: 329,7

35 bis 39 Jahre: 361

40 bis 44 Jahre: 362,6

45 bis 49 Jahre: 299,3

50 bis 54 Jahre: 243,7

55 bis 59 Jahre: 227,2

60 bis 64 Jahre: 195

65 bis 69 Jahre: 150,2

70 bis 74 Jahre: 142,3

75 bis 79 Jahre: 124,4

80 bis 84 Jahre: 116,3

85 bis 89 Jahre: 131,4

über 90 Jahre: 164,4

Impfungen

Terminbuchung für die ständige Impfstelle in der Sälzerhalle in Salzkotten, die am 25. November ihre Arbeit aufnahm: Impfen geht dort nur mit Termin. Der Kreis teilte am 29. November mit: „Derzeit können keine Erstimpfungen und Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) unter kreis-paderborn.de/impfen gebucht werden. Vereinzelt werden Termine abgesagt, die dann wieder im Buchungsportal zur Verfügung stehen. Alle, die erfolgreich einen ersten Impftermin in der Impfstelle gebucht haben und diesen wahrnehmen, bekommen im Anschluss einen Link per E-Mail für ihren Folgetermin zugesandt, um einen Termin für die Zweitimpfung zu buchen. Diese Folgetermine können also weiterhin über das Buchungsportal vereinbart werden.“ Mitzubringen sind ein amtliches Ausweisdokument, zum Beispiel der Personalausweis oder Reisepass, der Impfpass, soweit vorhanden, sowie die Krankenkassenkarte.

Angeboten werden montags bis mittwochs von 9 bis 17 Uhr sowie donnerstags und freitags von 12 bis 20 Uhr Termine für die erste, zweite und dritte Coronaschutzimpfung. Wer Probleme bei der Online-Terminbuchung hat, kann sich an die Hotline des Gesundheitsamtes unter 05251/308-3333 wenden (montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr, samstags von 12 bis 16 Uhr).

Auch in der Impfstelle in Salzkotten werden die mRNA-Impfstoffe Biontech (ausschließlich für alle zwischen 12 und 30 Jahren) und Moderna (für alle über 30 Jahren) angeboten. Aufgrund des kontingentierten Biontech-Impfstoffs durch das Bundesgesundheitsministerium (BGM) können keine Ausnahmen gemacht werden, da der Impfstoff für die jüngeren Jahrgänge gebraucht wird. Diese Regelung gilt auch für jene, die ihre Termine für die Auffrischungsimpfung in der Impfstelle in Salzkotten vor der Ankündigung des Ministeriums gebucht haben.

Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen) werden für alle ab 18 Jahren angeboten, bei denen entweder mindestens fünf Monate seit der Impfung mit Astrazeneca, Biontech oder Moderna vergangen sind oder frühestens vier Wochen nach der Impfung mit „Johnson & Johnson“.

Folgende mobile Impfaktionen (Impfen ohne Termin) stehen als nächstes an:

- Donnerstag, 2. Dezember, 15 bis 20 Uhr, St.-Liborius-Forum, Grube 3, Paderborn

- Freitag, 3. Dezember, 15 bis 20 Uhr, St.-Liborius-Forum, Grube 3, Paderborn

- Samstag, 4. Dezember, 11 bis 20 Uhr, St.-Liborius-Forum, Grube 3, Paderborn

- Montag, 6. Dezember, 15 bis 20 Uhr, Stadthalle Büren, Fürstenbergerstraße 1

- Mittwoch, 8. Dezember, 15 bis 20 Uhr, Lichtenau, Begegnungsstätte

- Freitag, 10. Dezember, 15 bis 20 Uhr, Friedrich-Spee-Gesamtschule, Weißdornweg 6, Paderborn

- Samstag, 11. Dezember, 10 bis 17 Uhr im dem Paderborner Dom

- Dienstag, 14. Dezember, 10.30 bis 16 Uhr, Uni Paderborn, Gebäude I, Warburger Straße 100

- Samstag, 18. Dezember, 11 bis 17 Uhr, Schützenhalle, Schützenstraße 16, Bad Wünnenberg

- Samstag, 18. Dezember, 15 bis 20 Uhr, Schützenhalle Kirchborchen, Bohnenkamp 1, Borchen

- Sonntag, 19. Dezember, 14 bis 10 Uhr, Eggelandhalle, Gardeweg 8, Altenbeken

Angeboten werden die mRNA-Impfstoffe Biontech (von 12 bis 30 Jahren) und Moderna (über 30 Jahre). Organisiert werden die Termine von der „koordinierenden Covid-Impfeinheit“ (KoCI) des Kreisgesundheitsamtes in Zusammenarbeit mit dem DRK. Weder Termin noch eine Anmeldung sind erforderlich. Mitzubringen sind ein Lichtbildausweis und falls vorhanden, auch der Impfausweis. Durchgeführt werden sowohl Erst- als auch Zweitimpfungen sowie Auffrischungsimpfungen (Booster-Impfungen).

Advents-Impfen: Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach der Corona-Impfung bieten einige Praxen in Westfalen-Lippe jetzt extra Impftage in der Vorweihnachtszeit an. An allen vier Samstagen im Advent (noch kommend 4. Dezember, 11. Dezember, 18. Dezember) öffnen sie dafür zusätzlich ihre Praxen.Die Kassenärztliche Vereinigung stellt auf Ihren Internetseiten eine Übersicht aller Praxen, die an den Adventssamstagen impfen, zur Verfügung.

Hausärzte sind weiterhin erster Ansprechpartner für Impfungen. Für den Fall, dass jemand keinen festen Hausarzt haben, hat die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe eine Liste von Praxen veröffentlicht, die Impfungen auch für diese Gruppe anbieten. Die ständig aktualisierte Liste findet sich hier: r www.corona-kvwl.de/zweitimpfung.

Hintergrund

Alle Entwicklungen rund um das Coronavirus in OWL, Deutschland und auch weltweit lesen Sie im Newsblog des WESTFALEN-BLATTES.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr und am Samstag in der Zeit von 12 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 05251/3083333 zu erreichen. Beantwortet werden allgemeine Fragen zu Covid-19: www.kreis-paderborn.de/corona. Der Kreis Paderborn hat zudem eine Impfseite www.kreis-paderborn.de/impfen und eine Schnelltest-Seite inklusive Teststellen www.kreis-paderborn.de/schnelltest erstellt.

Unter www.corona-schutzimpfung.de ist ein Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält. Unter der Rufnummer 116117 werden Fragen rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die -Schutzimpfung beantwortet – kostenlos, sieben Tage pro Woche, von 8 bis 22 Uhr.

Hier informiert die Bundesregierung zum Coronavirus und zur Corona-Schutzimpfung, und hier das Land Nordrhein-Westfalen: https://www.land.nrw/corona, Coronaschutzverordnung (in der ab dem 24. November gültigen Fassung).

Stichwort: Melde- und Übermittlungsverzug

Das LZG führt zum Meldeprozess auf seiner Website folgendes aus: „Dargestellt wird der jeweilige Meldestand, den die Gesundheitsämter entsprechend den Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) anhand der örtlichen Meldungen feststellen und an das LZG übermitteln. Das LZG seinerseits leitet die Daten täglich im Laufe des Abends an das Robert-Koch-Institut (RKI) weiter, beide weisen einmal täglich zum Tageswechsel einen aktualisierten Stand aus. Dieser mehrstufige Meldeprozess ist vor allem in den örtlichen Gesundheitsämtern arbeits- und zeitaufwändig und unterliegt einer ständigen Qualitätssicherung. Daher kommt es immer wieder vor, dass die Angaben auf der örtlichen, der Landes- und der Bundesebene nicht vollständig deckungsgleich sind. Insbesondere ist es möglich, dass vor Ort bereits Informationen vorliegen, die noch nicht im Meldewesen weitergeleitet wurden.“

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