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Kabarettistin Inka Meyer mit „Der Teufel trägt Parka“ beim Haller Kultursommer

3D-Projektion aus dem Homeoffice

Halle

„Da ich so selten spiele, würde ich gerne noch eine Zugabe geben“, sagt Inka Meyer am Ende ihres Kabarettsolos „Der Teufel trägt Parka“. Natürlich erfüllt ihr das Publikum den Wunsch mit zustimmendem Applaus. Die dann folgenden skurrilen Auszüge aus dem E-Mail-Verkehr der Elternschaft einer Schülertheatergruppe sind reichlich absurd, aber keinesfalls völlig aus der Luft gegriffen, bestätigt ein Gesamtschullehrer unter den knapp 50 Zuhörerinnen und Zuhörern auf dem Hof der Haller Remise.

Von Johannes Gerhards

Nicht als 3D-Projektion, sondern leibhaftig war Kabarettistin Inka Meyer in Halle zu Gast. Sie überzeugte mit treffendem Witz und fundierter Kritik an den Auswüchsen der Schönheitsindustrie. Foto: Johannes Gerhards

Freundlich, frech und teilweise etwas frivol spult Inka Meyer ihr Programm ab, das sich um makabre Auswüchse der Schönheitsindustrie und entspannte Weiblichkeit dreht. Mit der Bemerkung „Hast du noch alle Tässinnen in deiner Schränkin“ deutet die 41-Jährige an, welche Richtung übertriebenes Gendern einschlagen könnte. In der „Bibel in gerechter Sprache“ mutiert Judas zur Jutta, während das Vaterunser in Gebärmuttersprache gebetet wird.

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