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Lars Pankoke (CDU) sagt Teilnahme am Antikriegstag des Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock ab und übt Kritik

„Abstruse Ideologie“

Schloß Holte-Stukenbrock

Die CDU wird an der Veranstaltung des Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock zum Antikriegstag am Samstag, 3. September, ab 15 Uhr auf dem Ehrenfriedhof sowjetischer Kriegstoter nicht teilnehmen. Das hat CDU-Fraktionsvorsitzender Lars Pankoke dem Vorsitzenden des Arbeitskreises, Hubert Kniesburges, mitgeteilt.

Hubert Kniesburges, Vorsitzender des Arbeitskreises Blumen für Stukenbrock (links), mit dem Gastredner des Antikriegstages 2020, Eugen Drewermann. Foto: Monika Schönfeld

„Hier wird eine Gedenkveranstaltung missbraucht, um unwahre und politisch links orientierte Weltanschauungen zu verbreiten“, anwortet Pankoke Kniesburges. „An einer Gedenkfeier und Mahnung an die vielen Toten der vergangenen Kriege hätte ich sehr gerne teilgenommen. Leider vermischen Sie Gedenken und Mahnung mit Ihren teils abstrusen links orientierten ideologischen Weltanschauungen. In Ihrem beigelegten Flyer stellen Sie fest, dass Deutschland in den 90er-Jahren einen völkerrechtswidrigen Kriegseinsatz gegen Serbien geführt hat.- Das ist nicht korrekt. Weiterhin suggerieren Sie, dass die Europäische Union und die Vereinigten Staaten von Amerika eine Mitschuld am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine haben. Der russische Angriffskrieg geht nur von einem Aggressor aus, Putin!“ An der ideologisch einseitigen ausgerichteten Gedenk- und Mahnveranstaltung hat aus der CDU bisher nur Bürgermeister Hubert Erichlandwehr teilgenommen, der die Veranstaltung wegen Hetze gegen die Polizei vorzeitig verließ. Landtagspräsident André Kuper ist immer dabei. Er arbeitet als Vorsitzender des Lenkungskreises an der Gedenkstätte Stalag.

Pankoke schreibt weiter, er würde sich wünschen, dass im nächsten Jahr das Leid der vielen gefallenen Soldaten aller Nationen, das Leid der Bevölkerung und die Mahnung gegen Kriege jeglicher Art im Vordergrund stehen. „Dann werde ich sehr gerne an Ihrer Gedenkfeier teilnehmen.“

Gastredner des Antikriegstages ist der Hamburger Schauspieler Rolf Becker. Seit Anfang 2008 liest Becker in deutschen Städten das Manifest der Kommunistischen Partei vor. Die Veranstaltungen werden von linken politischen Organisationen wie der Antikapitalistischen Linken teilweise finanziert.

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