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Schon 240 Stellen im Delbrücker Land sind betroffen – weitere Ausbreitung gilt als höchstwahrscheinlich

Achtung, Eichenprozessionsspinner

Delbrück

Der Eichenprozessionsspinner (EPS) vermehrt sich auch in Delbrück weiter: Waren es im vergangenen Jahr noch 56 Stellen, ist die Zahl in 2021 auf 240 rasant angestiegen.

Eichenprozessionsspinner-Raupen auf einer Baumrinde. Foto: Stadt Delbrück

Aktuell betroffen waren die Ortsteile Boke, Delbrück, Lippling, Schöning und Westenholz. Dass noch weitere Nester gefunden werden, gilt als höchstwahrscheinlich. „Der Aufwand für die fachgerechte Entfernung durch den städtischen Bauhof ist jedes Mal sehr hoch“, berichtet Julia Arens, Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Delbrück.

Der Eichenprozessionsspinner kommt an allen Eichenarten vor. Zu erkennen sind derzeit die mit Raupen und Larvenhäuten gefüllten Gespinstnester am oberen oder auch unteren Baumstamm.

Die Raupenhaare können bei Körperkontakt eine akute gesundheitliche Gefährdung für den Menschen darstellen. Zu den Symptomen gehören lokale Hautausschläge, die sich in punktuellen Hautrötungen, leichten Schwellungen, starkem Juckreiz und Brennen äußern. Häufig bilden sich Quaddeln am ganzen Körper. Reizungen an Mund und Nasenschleimhaut durch Einatmen der Haare können zu Bronchitis, schmerzhaftem Husten und Asthma führen.

Die Stadt Delbrück rät deshalb zu folgenden Vorsichtsmaßnahmen bei einem festgestellten Befall:

Grundsätzlich die Befallstelle meiden.

Raupen und Gespinste nicht berühren.

Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach Kontakt mit Raupenhaaren.

Empfindliche Hauptbereiche (Nacken, Hals, Unterarme) schützen.

Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind.

Bei Auftreten von allergischen Symptomen den behandelnden Arzt oder Hautarzt aufsuchen

Bekämpfung wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchführen lassen.

Vorrangig muss eine Bekämpfung aus gesundheitlichen Gründen dort in Erwägung gezogen werden, wo Menschen durch die Gifthaare gefährdet sind wie etwa im Bereich von Kindertageseinrichtungen oder auch Spielplätzen. Diese kontrolliert der Bauhof der Stadt Delbrück in regelmäßigen Abständen. Sollte hier und auf öffentlichem Gelände ein Befall mit Eichenprozessionsspinnern vorgefunden werden, so wird sich der Bauhof um die Bekämpfung kümmern. Mit Hilfe eines Spezialsaugers und der entsprechenden Schutzkleidung werden die Nester abgesaugt.

Zuständig zur Abwehr der Gesundheitsgefahr auf öffentlichem Gelände ist die Stadt Delbrück, bei Privatgrundstücken der Eigentümer. Privatpersonen sollten dabei jedoch nicht zum Mittel der Selbsthilfe greifen, sondern ein Fachunternehmen mit der Beseitigung der Raupen beauftragen.

Die Stadt Delbrück ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, wachsam zu sein und Nester von Eichenprozessionsspinnern im öffentlichen Straßenraum an den Bauhof der Stadt (Anja Tepper, Telefon 05250/976-651, E-Mail anja.tepper@stadt-delbrueck.de) zu melden.

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