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Viele Blechschäden, wenige Verletzte 

Glatteis: Polizei meldet Hunderte Unfälle in OWL

Ostwestfalen-Lippe

Wie angekündigt ist in der Nacht ein Regengebiet durch die Region gezogen und hat auf dem gefrorenen Boden eine spiegelglatte Eisschicht hinterlassen. Es gab viele Unfälle, Busse konnten nicht fahren. Mittlerweile hat sich die Lage entspannt.

Glatteis-Unfall an der Lockhauser Straße in Herford: An dieser Stelle verunglückten insgesamt sechs Autos nacheinander. Foto: Moritz Winde

Glatteis und Unwetter haben in der Nacht zu Montag auf den Straßen von Ostwestfalen-Lippe zu zahlreichen Unfällen und Beeinträchtigungen im Verkehr geführt. Eine Übersicht der Geschehnisse. 

Die Deutsche Bahn meldete große Probleme: So waren viele Bahnsteige vereist, Räum-Mitarbeiter seien unterwegs, schreibt die Bahn auf Twitter. „Seien Sie bitte besonders vorsichtig beim Ein- und Aussteigen sowie während Ihres Aufenthaltes an den Bahnsteigen!“

Doch nicht nur in OWL führte die Witterung zu Unfällen und Chaos im Straßenverkehr. Auch im Münsterland kam es aufgrund der Glätte zu über 100 Unfällen, wie die WN berichten.

Kreis Paderborn

Aus dem Kreis Paderborn wurden gegen 2 Uhr erste Unfälle gemeldet. So manche Straße musste komplett gesperrt werden. Stand 12 Uhr meldete die Polizei im Kreis 64 Glätteunfälle. Die Bilanz: Eine Autofahrerin kam zur Untersuchung ins Krankenhaus - alle anderen endeten mit Sachschäden. Zwei Fußgänger stürzten und mussten im Krankenhaus behandelt werden.

Im Video schildert ein Fahrer eines Streufahrzeugs seine Erlebnisse:

Bielefeld

Seit dem frühen Montagmorgen war es in Bielefeld auf nahezu allen Stadtbahn- und Buslinien zu Einschränkungen gekommen. Etliche Fahrerinnen und Fahrer könnten wegen des Eisregens nicht zum Dienst erscheinen. In Kombination mit dem weiterhin hohen Krankenstand (Grippewelle) führe das zu erhöhten Fahrtausfällen im ÖPNV, teilten die Verkehrsbetriebe mobiel mit. Der Stadtbahnfahrplan war größtenteils im Takt.

Die Polizei vielerorts meldete auch in Bielefeld viele Unfälle, am Vormittag war von 36 die Rede, eine Person wurde leicht verletzt. Autos sind auf spiegelglatter Straße in Vorgärten oder gegen andere Fahrzeuge gerutscht. Vor allem auf den Nebenstraßen war es bis in den Vormittag hinein noch gefährlich.

Kreis Herford

Die Polizeidienststellen in der Region schienen komplett überlastet zu sein. Mit den Worten „Ich kann sie nicht aufnehmen. Tut mir leid!“ müssen in Herford Anrufe abgewiesen werden. Auch dort gab es viele Unfälle, vor allem aber Blechschäden.

Streufahrzeuge waren seit 3 Uhr in der Nacht im Einsatz. Darunter viele Subunternehmer mit ihren Traktoren. Sie hatten jede Menge zu tun.

Kreis Gütersloh

Das bestätigten auch die Kollegen der Polizei Gütersloh. Sie haben zwischen 4.30 und 9.30 mehr als  40 Unfälle aufgenommen, ein Schwerpunkt war der Bereich Schloß Holte-Stukenbrock.

Kreis Lippe

Bis zum späten Vormittag summierte sich die Anzahl verunfallter Fahrzeuge im Kreis Lippe auf 149. In Bad Salzuflen wurde eine Person bei einem Unfall leicht verletzt. Obwohl alle verfügbaren Streifenwagen im Einsatz waren, dauert die Abarbeitung der Verkehrsunfälle nach Angaben der Polizei Lippe bis in die Mittagsstunden.

Kreis Höxter

Vor allem im Kreis Höxter waren die Räum- und Streudienste - wie im Warburger Stadtgebiet - im Dauereinsatz. Aber gegen die dicken Eispanzer auf Gehwegen und Straßen kamen sie kaum an.

Viele Kinder kommen nicht zur Schule

Der Kreis Höxter hatten bereits am Sonntag angekündigt, dass die Schulen wegen des Wetters geschlossen bleiben. Am Morgen veröffentlichten immer mehr Schulen in OWL auf ihren Homepages Hinweise, dass es Eltern freigestellt ist, ob sie ihr Kind nicht oder verspätet zur Schule schicken.

Auch der Kreis Lippe empfahl den Lehrkräften und auch den Schülerinnen und Schülern der Kreisschulen zu prüfen und zu entscheiden, ob aufgrund der Wetterlage und Verkehrsverhältnisse der Weg zur Schule gefahrlos möglich sei. Die Empfehlung gelte für alle Schulen in Trägerschaft des Kreises Lippe, heißt es in einer Pressemitteilung.

Kreis Minden-Lübbecke

Spiegelglatte Straßen haben den Verkehrsteilnehmern im Kreis Minden-Lübbecke insbesondere in den Morgenstunden reichlich Probleme bereitet und der Polizei mehr als genug Arbeit beschert. Bis zum Mittag wurden die Beamten witterungsbedingt zu mehr als 60 Einsätzen gerufen.

Für die nächsten Tage rechnen die Beamten nach Auswertung der Wettervorhersagen mit einer merklichen Entspannung der Straßenverhältnisse. Dennoch gilt die Bitte der Polizei, weiterhin vorsichtig und mit angepasster Geschwindigkeit zu fahren und reichlich Abstand zu den vorausfahrenden Fahrzeugen einzuhalten.

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Gefährliches Glatteis zum Start in die Vorweihnachtswoche:

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