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Inzidenz klettert auf 86,6 – Landrat besorgt wegen der stark steigenden Infektionszahlen

Aktuell 340 Corona-Infizierte im Kreis Herford

Herford

54 neue Corona-Fälle hat der Kreis Herford am Donnerstag gemeldet. Die Inzidenz klettert weiter: Sie liegt nun bei 86,6 (+7,2 im Vergleich zum Vortag).

Diese Graphik zeigt die aktuelle Corona-Statistik für den Kreis Herford und die Verteilung der Infizierten und Genesenen sowie der Todesfälle auf die einzelnen Städte und Gemeinden. Foto: Kreis Herford

Aktuell sind kreisweit 340 infizierte Personen registriert: Sie verteilen sich auf Herford (130), Hiddenhausen (14), Bünde (69), Kirchlengern (24), Rödinghausen (5), Enger (7), Spenge (6), Vlotho (18) und Löhne (67). Die Zahl der Todesfälle liegt unverändert bei 184.

In den Krankenhäusern des Kreises Herford werden derzeit sieben Patienten mit einer Covid-19-Infektion stationär behandelt. Ein Patient wird intensivmedizinisch betreut und muss zusätzlich beatmet werden. Insgesamt befinden sich derzeit sieben Corona-Patienten mit Wohnsitz im Kreis Herford in stationärer Behandlung, teilweise allerdings in Krankenhäusern außerhalb des Kreisgebietes

Als belastbare Erklärung für das aktuelle Infektionsgeschehen nennt der Krisenstab des Kreises Herford weiterhin die Infektionen, die im Zusammenhang mit Auslandsreisen stehen. So machten Reiserückkehrer und Infektionen innerhalb dieser Familien nach der Rückkehr derzeit gut ein Drittel der Neuinfektionen aus. Unter den aktuell 340 Infizierten seien 115 Fälle mit Reisehintergrund. Man gehe von einer weiterhin steigenden Zahl aus.

Die Mehrzahl der Infektionen sei außerdem bei den jüngeren Altersgruppen auszumachen. So sind 153 der aktuell 340 Infizierten zwischen 15 und 34 Jahre alt. Fast ein Viertel der Infizierten (95) ist zwischen 35 und 59 Jahre alt. Bei den über 60-Jährigen liegen nur vereinzelt Infektionen vor (16), bei den 5- bis 14-Jährigen sind 58 Kinder und Jugendliche betroffen. Bei den über 80-Jährigen gibt es 5 Fälle.

Landrat Jürgen Müller ist in Sorge: „Die Fälle für den noch nicht abgeschlossenen Monat August sind außergewöhnlich hoch“, sagte er. Im vergangenen Jahr habe es zu diesem Zeitpunkt zwar auch einen Anstieg gegeben, dieser sei aber nicht vergleichbar mit dem diesjährigen August. „Ich appelliere deshalb noch einmal an alle Bürgerinnen und Bürger, die zahlreichen Impfangebote wahrzunehmen und weiterhin die besonderen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. Das trägt dazu bei, Infektionsketten zu durchbrechen oder - im besten Fall - zu vermeiden“, sagte Müller.

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