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100 Jahre Notgeld: Heimische Städte und Dörfer geben eigene Banknoten heraus – Inflationsgeld wird im Rittergut Meinbrexen zur Tapete

Als alle Deutschen Milliardäre waren

Höxter

Im Kreis Höxter leben mehr Milliardäre als vielen glauben. In mancher Wohnung horten Sammler einen milliardenschweren Schatz: alte Inflations- und Notgeldscheine. Und die beeindrucken. Von fünf Pfennigen bis zu einer Billionen Mark. Einige Leute verfügen über einen ganzen Bundeshaushalt. Das deutsche Notgeld wird jetzt 100 Jahre alt. Die Scheine erinnern an die harte Jahre am Ende des Ersten Weltkriegs 1916-18 und in der Weimarer Republik, als die Inflation 1923 galoppierte. Beim Notgeld handele es sich um ein Stück Wirtschaftsgeschichte, heben Sammler hervor.

Von Michael Robrechtund

Mehr Milliarden als in jedem Banktresor: In Schloss Meinbrexen gibt es einen Raum mit „Inflationsgeld-Tapeten“. Foto:

Im Ersten Weltkrieg wurden viele kleine Geldmünzen aus Messing und Eisen für Kriegszwecke eingeschmolzen. Sie sind wie Glocken als Metalle verwendet worden, um Rüstungsgüter herzustellen. Weil wegen des Mangels an Kleingeld der Zahlungsverkehr schnell zu erliegen drohte, brachten sogar Bäckereien, Metzgereien, und Gaststätten oder Sozialeinrichtungen eigenes Geld heraus.

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