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Landgericht Paderborn: Vorgeschichte der Sprinter-Geiselnahme in Hövelhof bleibt im Dunkeln

Angebliches Entführungsopfer hüllt sich in Schweigen

Hövelhof/Paderborn

Sie sollen einen jungen Mann entführt, schwer misshandelt und beraubt haben. Dafür stehen sechs Bielefelder in Paderborn vor dem Landgericht. Aber ob aus den Anklagen wegen Geiselnahme, besonders schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung die Haftstrafen werden, die für solche Straftaten im Raum stehen, ist fraglich: Das Opfer schweigt.

Von Ulrich Pfaff

Das Land- und Amtsgericht Paderborn. Foto: Jörn Hannemann

Wie berichtet, ereignete sich die Tat, die das Landgericht seit Mai beschäftigt, in der Nacht zum 21. Dezember. In Hövelhof soll der 19-Jährige auf dem Netto-Parkplatz von den Angeklagten verprügelt worden sein, dann soll die sechsköpfige Truppe ihn in einen weißen Sprinter verfrachtet und nach Bielefeld gefahren haben – auf dem Weg dorthin soll das Opfer weiter misshandelt und seiner Geldbörse beraubt worden sein. Die Fahrt endete, als Polizeikräfte, die bereits nach dem Sprinter fahndeten, ihn in Bielefeld-Senne stoppten.

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