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Corona-Zahlen für den Kreis Minden-Lübbecke – Benachrichtigung per SMS angelaufen

Anstieg nicht zu bewältigen

Minden/Lübbecke

Einen erneut deutlichen Anstieg bei den Corona-Zahlen im Kreis Minden-Lübbecke am Freitag vermeldet. 786 Menschen sind an dem Virus erkrankt, 11 mehr als am Vortag. Die Inzidenz lag bei 147,9 (-0,3).

Die Grafik zeigt die Corona-Fallzahlen in den einzelnen Kommunen. Foto: Kreis Minden-Lübbecke

Die Fallzahlen in den einzelnen Kommunen:

Bad Oeynhausen 97 (+/-0)

Espelkamp 82 (+/-0)

Hille 27 (+1)

Hüllhorst 44 (+8)

Lübbecke 59 (+2)

Minden 292 (-3)

Petershagen 19 (+/-0)

Porta Westfalica 93 (+1)

Preußisch Oldendorf 21 (-4)

Rahden 33 (+5)

Stemwede 19 (+1)

Aus dem stationären Bereich

Im Johannes-Wesling-Klinikum Minden werden 17 Corona-Patienten behandelt, davon drei Personen auf der Intensivstation. Ein Patient wird invasiv beatmet. Im Herz- und Diabeteszentrum Bad Oeynhausen werden zwei Patienten auf der Intensivstation versorgt.

Schwierige Nachverfolgung

Die ersten Benachrichtigungen für Kontaktpersonen per SMS sind in dieser Woche angelaufen. Hintergrund ist, dass das Gesundheitsamt angesichts der deutlich steigenden Fallzahlen mit hoher Kontaktdichte keine ausreichenden personellen Kapazitäten hat, um alle positiv Getesteten und in Folge auch nicht ihre Kontaktpersonen innerhalb von 24 Stunden zu kontaktieren. Wer als Kontaktperson geimpft ist und dies gegenüber dem Gesundheitsamt nachweist, muss nicht in Quarantäne. Für das Gesundheitsamt ist es eine Entlastung, wenn diese Personen ihren Impfnachweis online zustellen, so dass sich die Mitarbeiter in erster Linie auf die ungeimpften Kontaktpersonen konzen­trieren können. Für diese gilt auch ohne gesonderte Benachrichtigung ebenso wie für die positiv Getesteten und ihre Haushaltsangehörigen mit sofortiger Wirkung die Quarantäne.

„Wir haben täglich zwischen 60 und 100 neue Fälle, dazu gehören positive Tests an über 50 Schulen. Jeder positive Test zieht im Schnitt ungefähr fünf bis zehn Kontaktpersonen nach sich, die ebenfalls kontaktiert werden müssen. Das allein würde etwa 500 bis 800 Telefonate pro Tag nach sich ziehen. Dazu gibt es zahlreiche Anfragen von Schulen, Eltern und weiteren betroffenen Bürgerinnen und Bürgern – selbst mit unseren mittlerweile ja sehr erfahrenen und gut geschulten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern können wir diesen Anstieg nicht kurzfristig bewältigen“, sagt Dr. Indra Schubert, stellvertretende Leiterin des Gesundheitsamtes. „Deshalb weisen wir nochmals dringend alle Bürgerinnen und Bürger darauf hin, dass ihre Quarantäne per Gesetz ab dem Vorliegen des positiven Tests gilt, auch wenn sie nicht von uns sofort informiert werden. Wer gegen die Quarantäneregeln verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit.“

Alle Betroffenen – positiv Getestete ebenso wie Kontaktpersonen – werden nach und nach auch schriftlich kontaktiert. „Wir konzen­trieren uns jetzt aber zunächst auf die sogenannten vulnerablen Gruppen, also Risikogruppen und hier vor allem Kinder unter zwölf Jahren, die sich noch nicht selbst durch eine Impfung schützen können“, so Dr. Schubert. Alle Kinder und Jugendlichen ab zwölf Jahren können sich mittlerweile ohne Termin zu den bekannten Öffnungszeiten im Impfzentrum in Unterlübbe oder bei den mobilen Impfaktionen impfen lassen.

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