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Prozesstermin gegen Waffennarr (57) aus Borgentreich zum dritten Mal geplatzt

Anwaltskanzlei kommt nicht

Borgentreich

Wieder ist der Prozesstermin gegen einen Zahnarzt aus Borgen­treich, der mutmaßlich große Mengen an Waffen gesammelt hat, vor dem Amtsgericht Warburg geplatzt. Dem 57-Jährigen werden von der Staatsanwaltschaft Paderborn Verstöße gegen das Kriegswaffenkontroll- und das Waffengesetz vorgeworfen. Dem Mann droht eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr.

Der Borgentreicher Zahnarzt soll ohne Genehmigung diese Waffen gehortet haben. Ihm droht eine Haftstrafe. Foto:

Die auswärtige Anwaltskanzlei, welche die Verteidigung des Mannes übernommen hat, habe corona-bedingt den Termin nicht wahrnehmen können, daher sei dieser kurzfristig abgesagt worden, hieß es bei Gericht. Schon zwei Mal, im Januar und Juli 2020, waren die Prozesstermine geplatzt, weil der Angeklagte nicht erschienen war. Zuletzt hatte das Amtsgericht deswegen für den Angeklagten einen Haftbefehl beantragt.

Der Zahnarzt lebte früher in Borgen­treich und wohnt heute in Dessau (Sachsen-Anhalt). Der Kreis Höxter hatte ihm 2016 wegen „Unzuverlässigkeit“ die Waffenerlaubnis entzogen. Der Sammler hatte bis dahin zahlreiche Waffen und Munition legal in seinem Besitz. Trotz des Verbots behielt er aber eine Vielzahl von Waffen und Munition, wirft ihm die Staatsanwaltschaft vor.

Der Waffennarr, der Anfang 2016 nach der Zwangsräumung seines Hauses in Borgentreich untertauchte, wurde am 1. Februar 2017 vor seiner neuen Wohnung in Dessau festgenommen. Bei Durchsuchungen in Borgentreich und Dessau wurden bei ihm Kriegswaffenmunition – laut LKA ein bis zwei Tonnen –, fünf Gewehre sowie 14 halbautomatische Pistolen gefunden.

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