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Fachlehrerin für Sonderpädagogik Marlene Ott von der Von-Galen-Schule Frohnhausen geht in den Ruhestand

Applaus zum Abschied

Brakel-Frohnhausen

Nach 22 Jahren als Fachlehrerin für Sonderpädagogin ist Marlene Ott jetzt in den Ruhestand verabschiedet worden.

Der Geschäftsführer der Lebenshilfe Brakel, Jerome Major (von links), Tina Klenke, Schulleiterin Von-Galen-Schule und Konrektorin Janina Waldeyer haben Marlene Ott verabschiedet.  Foto: Von-Galen-Schule

„Applaus, Applaus“: Das Lied der Sportfreunde Stiller bei der Verabschiedung von Fachlehrerin Marlene Ott wurde von allen Schülern der Von-Galen-Schule mit Gebärden unterlegt.

Selbst gemachte Wimpelketten aus jeder Klasse mit handschriftlichen Wünschen und einem bunten Wunschkorb, ein Fotoalbum, eine handgefertigte Patchworkdecke der Arbeitskollegen, ein Kreativbuch, ein selbst hergestellter Weinhalter aus der Schülerwerkstatt und ein riesiger Blumenstrauß von der Lebenshilfe Brakel, überreicht durch den Geschäftsführer Jerome Major, alles war für Marlene Ott zum Abschied gut vorbereitet.

Ganzes Schulteam verabschiedet sich

Das ganze Schulteam steht auf dem oberen Schulhof mit genügend Corona-Abstand versammelt, um Marlene Ott an ihrem letzten Arbeitstag gebührend zu verabschieden. 22 Jahre war die Fachlehrerin für Sonderpädagogik an der Schule als Klassenleiterin, Ersthelferin, Hygiene- und Hebebeauftragte, Sport- und Yogalehrerin, tätig. Zusätzlich hat sie sich seit 2008 als Mitglied des Steuerkreises sehr verdient um die Schulentwicklung gemacht.

Schule weit nach vorn gebracht

„Zu dem Bereich der Sonderpädagogik bin ich eigentlich auf Zufall gestoßen. Während meiner Tätigkeit als Dipl.-Ökotrophologin habe ich viel mit Jugendlichen gearbeitet, die eine Lernschwäche oder Verhaltensauffälligkeiten aufgewiesen haben. Auf der Suche nach neuen Herausforderungen bin ich dann auf die Fachlehrerausbildung für Sonderpädagogik aufmerksam geworden. Ich habe keinen einzigen Tag bereut, diesen Weg eingeschlagen zu haben“, sagte Marlene Ott bei der Verabschiedung. Schule sei ein ständiger Entwicklungsprozess, an dem sie aktiv teilgenommen habe.

Marlene Ott war 22 Jahre Fachlehrerin für Sonderpädagogik an der Von-Galen-Schule. Foto: Von-Galen-Schule

„Durch das DAK-Projekt, das wir zusammen mit der Uni Lüneburg drei Jahre an unserer Schule intensiv durchgeführt und begleitet haben, konnten wir die Von- Galen-Schule kontinuierlich umstrukturieren und weit nach vorne bringen. So ein Prozess ist natürlich nie zu Ende. Ich bin sehr stolz, davon ein Teil gewesen zu sein. Es gab im Laufe der Jahre viele schöne Erlebnisse, wie auch die Klassenfahrten, die die Schüler sehr genossen haben. Auch lustige Dinge, als wir den Glockenturm der Kirche in Gehrden bestiegen haben und die Glocken bestaunen durften, sind mir unvergessen“, sagte Ott.

Intensiven Kontakt zu den Schülern

Es gab aber auch immer wieder traurige Anlässe. Schüler, die sie eng begleitet und betreut habe und die dann verstorben sind, das sind sehr belastende Erlebnisse. Aber das ist es, was diesen Beruf so besonders macht und von anderen abhebt. Der intensive Kontakt zu den Schülern, eine gute Elternarbeit und herauszufinden, was geht, wie kann geholfen werden – dass hat sie die vielen Jahre stark geprägt und herausgefordert.

„Ich werde die Von-Galen-Schule, die Schüler und meine Kollegen sehr vermissen. Ich habe an dieser Schule einen guten Zusammenhalt erfahren und viele tolle Erlebnisse gehabt, die nun in meine Erinnerungskiste kommen“, sagte die Fachlehrerin.

Schulleiterin Tina Klenke, die Konrektorin Janina Waldeyer und der Geschäftsführer der Lebenshilfe Jerome Major bedanken sich noch einmal bei Marlene Ott für ihre hervorragende, engagierte und motivierte Arbeit an der Schule und wünschen alles Gute für den Ruhestand. „Natürlich ist Marlene Ott bei uns jederzeit willkommen“, sagte Schulleiterin Tina Klenke.

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