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Photovoltaik-Anlagen auf betriebseigenen Gebäuden in Paderborn sollen grünen Strom liefern

ASP setzt auf E-Mobilität

Paderborn

Der städtische Eigenbetrieb ASP engagiert sich bereits seit Jahren für die Umsetzung alternativer umweltfreundlicher Antriebstechniken im Bereich des gesamtstädtischen Fuhrparks.

ASP-Mitarbeiter Wolfgang Finke ist begeistert von der elektrisch betriebenen Kehrmaschine Foto: ASP

Der ASP ist zuständig für die Abfallwirtschaft, die Stadtreinigung und die Parkraumbewirtschaftung sowie für die Beschaffung von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten für die Stadt Paderborn. Das Thema Elektromobilität spielt dabei nach eigenen Angaben eine große Rolle und ist dort, wo umsetzbar und verfügbar, ein fester Bestandteil der Beschaffungspolitik. Der stellvertretende Betriebsleiter und technische Abteilungsleiter Dr. Dietmar Regener sagt: „Wir möchten unseren Fuhrpark ständig verbessern, insbesondere auch im Hinblick auf Klimafreundlichkeit. Bereits vor vielen Jahren haben wir damit begonnen, diverse Pkw, Kleintransporter, Lastenräder und sogar eine Kehrmaschine mit E-Antrieb zu beschaffen. Die Herausforderung der Zukunft wird sein, auch die großen Nutzfahrzeuge und Arbeitsmaschinen in den verschiedenen städtischen Aufgabenbereichen wie Entsorgung, Stadtreinigung, Straßen-, Grünflächen- und Kanalunterhaltung mit neuen klimafreundlicheren Antrieben auszustatten“. ASP-Leiter Reinhard Nolte ergänzt: „Es freut mich, dass wir mit Fördermitteln als einer der ersten Entsorgungsbetriebe in Deutschland bereits ein Entsorgungsfahrzeug mit Brennstoffzelle bestellt haben, das noch im Laufe dieses Jahres ausgeliefert werden soll.“

Ein wachsender Elektro-Fuhrpark muss mit reichlich elektrischer Energie versorgt werden. Der ASP will deshalb noch in diesem Jahr alle noch freien Dachflächen des Zentralen Betriebshofes sowie des Recyclinghofes An der Talle mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet. Die Umsetzung erfolge als „geschlossenes System“ mit neuem Trafo, großen Batteriespeichern (Kapazität über 1.200 kWh) und 20 zusätzlichen Ladepunkten. „Unter Berücksichtigung des bereits vorhandenen Bestands an Ladepunkten können dann zeitgleich knapp 40 Fahrzeuge geladen werden“, erklärt Dr. Regener.

Weitere elektrische Autos und Kleintransporter sollen kommen

Noch im diesem Jahr sollen acht weitere elektrische Autos und Kleintransporter sowie eine elektrische Kehrmaschine auf dem Zentralen Bau- und Betriebshof ankommen. „Man kann also sehen, dass wir das Motto „ständig unter Strom“ im Sinne des politischen Auftrags Klimaneutralität 2035 ernst nehmen“, zieht ASP-Chef Reinhard Nolte ein positives Fazit.

Ein weiteres Großprojekt im Sinne der Nachhaltigkeit stellt auch das geplante Parkhaus am Hauptbahnhof Paderborn dar. Hier sollen in der Endausbaustufe 20 Prozent aller verfügbaren Parkplätze mit einem Ladepunkt versehen sein, was 100 Ladepunkten entspricht. Ein Großteil der Energie soll auch hier, wie berichtet, von den Dächern oder der Fassade kommen.

Das vom ASP 2019 vorgestellte und politisch beschlossene Ladesäulenkonzept für Paderborn sieht einen kontinuierlichen Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur vor. Bislang wurden laut ASP mehr als 125 Ladepunkte in Betrieb genommen. Davon hat der ASP 14 Ladepunkte selbst aufgebaut und kündigt an, bis Jahresende 22 weitere in Betrieb zunehmen. Die anderen Stromtankstellen wurden von privaten Betreibern errichtet. In zehn Jahren sollten es laut dem Konzept über 500 Ladepunkte im Stadtgebiet geben.

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