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Warum auf dem Haller Friedhof jetzt eine Stele für zuvor anonym Bestattete geschaffen worden ist

Auch Mittellose haben einen Namen

Halle

Menschen, die mittellos verstorben sind, und für die die Stadt eine anonyme ordnungsbehördliche Bestattung vorsieht, sollen auf Initiative der ev. Kirchengemeinde Halle und mit Unterstützung von Sponsoren eine Namensplakette auf einer Grabstele bekommen. Das Projekt sucht weitere Spender und Unterstützer.

Von Stefan Küppers

Stellten das neue Projekt Sozialbestattungen auf dem Haller Friedhof vor: von links Sponsor Rainer Bergmann, Bestatter Horst Mennecke, Pfarrer Burkhard Steinebel, Friedhofsgärtner Hermann Pätzold, Reinhard Nolte (Vorsitzender des Friedhofsausschusses), Sebastian Plath (Betreuer des Projektes Mittagstisch), Pfarrer Bernd Eimterbäumer und Sponsor Horst Rantze. Foto: Stefan Küppers

Die steinerne Stele, die auf ein kleines Rasenstück auf dem Haller Friedhof an der Bielefelder Straße gesetzt worden ist, ist nicht nur ein Ort der Erinnerung. Sie ist zugleich ein Statement für Menschlichkeit und Menschenwürde auch im Tode. Denn die derzeit acht gravierten Namens-Plaketten auf dem Stein erinnern an mittellose Haller, die zunächst anonym von der Stadt Halle auf einem privaten Friedhof in Versmold-Hesselteich beigesetzt worden waren.

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