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Erzbistum Paderborn: Generalvikar Alfons Hardt zieht Jahresbilanz – Zahl der Priester gesunken

„Auf das Erreichte aufbauen“

Paderborn

Generalvikar Alfons Hardt ermutigt zum neuen Jahr, auf das Gute und im vergangenen Jahr trotz aller Herausforderungen Erreichte aufzubauen. „2021 war auch ein Jahr der guten Nachrichten auch für die Kirche und das Erzbistum Paderborn. Auf das Erreichte können wir für eine gute Zukunft aufbauen“, sagte Generalvikar Hardt.

Die Personalstatistik 2021 für das Erzbistum Paderborn. Foto: Erzbistum Paderborn

Anlass war der pandemiebedingt abgesagte Neujahrsempfang von Erzbischof Hans-Josef Becker für den Klerus des Dekanats Paderborn. Dabei hält sonst traditionell der Generalvikar im Bischofshaus die Neujahrsansprache und gibt statistische Angaben zum pastoralen Personal im Erzbistum Paderborn bekannt.

Beim Blick auf die statistischen Angaben fällt auf, dass die Zahl der Priester erneut deutlich von 849 auf 813 gesunken ist. Da sich davon 307 bereits im Ruhestand befinden, verteilen sich 506 aktive Priester auf die derzeit 617 Pfarrgemeinden des Erzbistums Paderborn. Im Vorjahr waren es noch 537 Geistliche.

Auch wenn das Jahr 2021 für viele vor allem von pandemiebedingten Einschränkungen und wachsender gesellschaftlicher Unsicherheit geprägt schien, so gäbe es doch auch „viele ermutigende Aktionen und Initiativen, die dank vieler kluger Köpfe, zupackender Hände und einem guten Gottvertrauen“ umgesetzt werden konnten, betonte Generalvikar Hardt. Dass das Erzbistum Paderborn zukünftig auf gute Voraussetzungen für die Glaubensverkündigung und die Seelsorge aufbauen kann, machte er anhand einiger Beispiele aus dem Jahr 2021 deutlich.

So nannte er vor allem das Diözesane Forum, bei dem im Oktober das Zielbild als maßgebliches Leitprogramm für den Diözesanen Weg 2030+ präsentiert sowie die Inhalte und Ziele der Immobilienstrategie vorgestellt wurde. Auch habe das Erzbistum Paderborn der Synodale Weg der katholischen Kirche in Deutschland und der neu begonnene synodale Prozess der Weltkirche beschäftigt, deren Inhalte mit denen des bistumseigenen Entwicklungs- und Reformweges synchronisiert werden sollen.

Als wichtige Ereignisse und Weichenstellungen im vergangenen Jahr nannte Generalvikar Hardt zudem die dritte Frauenkonferenz und den zweiten Priesterkonvent, die im Frühjahr digital stattfinden mussten, ebenso die Einrichtung des Frauen-Netzwerks im Erzbistum und die externe Bewertung als erste katholische Organisation durch den Frauen-Karriere-Index. Leuchtende Initiativen einer jungen Kirche seien bei der zweiten Credo-Convention sichtbar geworden, einer Zusammenkunft Jugendlicher und junger Erwachsener mit Keynotes und Workshops rund um die Themen Glauben und Kirche. Zudem seien neue Impulse zur weiteren Stärkung der kirchlichen Handlungsfelder in der Kinderbetreuung, in Erziehung, Schule und Bildung gesetzt worden, wozu auch die erhebliche Investition in Luftreinigungsgeräte für die Schulen in eigener Trägerschaft zur Erleichterung von Präsenzunterricht bei erhöhtem Corona-Infektionsrisiko gehöre.

Generalvikar Alfons Hardt ermutigt zum neuen Jahr, auf das Erreichte aufzubauen. Foto: Besim Mazhiqi

Außerdem habe sich das Erzbistum Paderborn weiter in den „wichtigen und zukunftsweisenden Bereichen“ des Klimaschutzes und der Digitalisierung engagiert. Zu den Maßnahmen gehören die Ernennung des ersten Diözesanbeauftragten für Digitalisierung und der eingeschlagene Weg hin zu einer eigenen Digitalisierungsstrategie für die Erzdiözese sowie die Verankerung des Klimaschutzes als strategisches Ziel der Bistumsentwicklung sowie die weitere konsequente Umsetzung des eigenen Klimaschutzkonzeptes als praktischen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung durch klimagerechtes Handeln.

Darüber hinaus nannte Generalvikar Hardt als Besonderheiten im vergangenen Jahr den Einsatz für Menschen auf der Flucht und weltkirchliche Projekte, nicht zuletzt auch durch die zweite Libori-Charity-Box-Aktion unter großzügiger Beteiligung vieler Spenderinnen und Spender. Erneut habe das Erzbistum Paderborn zuverlässig und solidarisch in Krisen und Katastrophen Unterstützung geleistet, insbesondere durch einen mehrstufigen Hilfsplan nach der verehrenden Flut- und Hochwasserkatastrophe im vergangenen Sommer.

Zum Ende des Jahres sei der Fonds „Endlich wieder wir!“ erfolgreich eingerichtet worden, der als Anschub für neue Aktivitäten in den Kirchengemeinden und zum Beleben des kirchlichen Lebens vor Ort im Anschluss an die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie gedacht sei. Aus kultureller Sicht sei die Durchführung der Wanderausstellung „Welt und Zeit gestalten – 900 Jahre Prämonstratenserorden“ des Diözesanmuseums ebenso ein Highlight gewesen wie aus musikalischer Sicht die erste Internationale Orgelwoche. Nicht zuletzt müsse auch das Einsetzen des diözesanen Arbeitskreises für eine queersensible Pastoral zur Förderung einer Kultur der Wertschätzung unterschiedlicher Lebensentwürfe zum 1. Januar dieses neuen Jahres hervorgehoben werden.

Auch erinnerte Generalvikar Hardt als Besonderheiten im vergangenen Jahr an die Weihe und Einführung des neuen Weihbischofs Josef Holtkotte, die Feier des Jubiläums „50 Jahre Ständiger Diakonat im Erzbistum Paderborn“ sowie die gute Nachricht und Zwischenbilanz von der erfolgreichen Einführung der Verwaltungsleitungen in den Pastoralen Räumen.

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