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LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn bietet spannende Führungen an – auch für Familien

Auf den Spuren Karls des Großen

Paderbor

Das Museum in der Kaiserpfalz des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) bietet ab sofort jeden Sonntag um 15 Uhr eine kostenlose öffentliche Führung an. Familienführungen mit Bastelaktion für Kinder ab acht Jahre finden von diesem Samstag, 19. Juni, an jeweils um 15 Uhr statt.

Gemeinsam mit den Museumspädagogen geht es samstags und sonntags um 15 Uhr auf Entdeckungstour durch das LWL-Museum in der Kaiserpfalz in Paderborn. Foto: Westermann/LWL

Zu verschiedenen Themen geht es auf Entdeckungstour durch das Alltagsleben der Westfalen im Mittelalter. Auf dem Programm stehen Bauen und Wohnen (19. Juni) sowie Schrift und Malerei (26. Juni). Im Anschluss verzieren Teilnehmer Glasscheiben mit karolingischen Motiven (19. Juni) oder schreiben und malen mit Gänsefeder und selbstgerührter Tinte (20. Juni).

Los geht es an diesem Samstag um 15 Uhr mit einem Rundgang für Familien mit Kindern zum Wohnen in der Karlsburg und auf dem Land vor 1200 Jahren. Die Besucher lernen im Museum in der Kaiserpfalz die Materialien und Techniken kennen, die für den Bau von mittelalterlichen Häusern verwendet wurden. Sie erfahren, wie man auch ohne Geodreieck einen rechten Winkel zeichnet, warum der Schlussstein in einem Gewölbe eine wichtige Rolle spielt oder weshalb man beim Bau eines Dachstuhls auf Montagekleber verzichten kann. Im Anschluss können die Teilnehmer selbst leuchtende Glasscheiben mit karolingischen Motiven gestalten. Die Kosten für die Führung betragen 20 Euro pro Familie.

„Abschreiben erlaubt!“ heißt es am Samstag, 26. Juni, um 15 Uhr für Familien mit Kindern ab acht Jahre. Der Rundgang gibt einen Einblick in die karolingische Schrift und Malerei. Wer konnte damals überhaupt lesen und schreiben und wo lernte man es? Vor rund 1500 Jahren waren Klöster Orte der Bildung und des Wissens. In den Skriptorien schrieben Mönche Texte aus der Bibel ab, an großen Klöstern und Kathedralen gab es Schulen, um vor allem Lateinisch lesen und schreiben zu lernen. Karl der Große führte dazu eine neue Schrift mit gut lesbaren Buchstaben ein – die karolingische Minuskel. Auch in der Pfalz Karls des Großen fanden Archäologen Schreibgriffel.

Nach dem Museumsrundgang können es die Teilnehmenden den karolingischen Schreibern gleichtun: Auf Pergament mit Federkiel und selbst gemischter Tinte schreiben sie den eigenen Namen in karolingischen Minuskeln.

Rundgang durch die Königspfalz

Die kostenlosen öffentlichen Führungen am Sonntag im LWL-Museum in der Kaiserpfalz starten mit einem Rundgang durch die Paderborner Königspfalzen (20. Juni). Könige und Kaiser hielten sich im Mittelalter gerne in Paderborn auf. Zwei königliche Palastanlagen – Pfalzen genannt – wurden hier bei Ausgrabungen entdeckt. Im Mittelpunkt des Rundgangs steht die Palastanlage Heinrichs II. aus dem 11. Jahrhundert.

Als Mauerreste der Pfalz bei Ausgrabungen freigelegt wurden, waren sie so gut erhalten, dass ein Wiederaufbau möglich war, der auch die historische Bausubstanz einbezieht. Interessierte können direkt innerhalb dieser geschichtsträchtigen Gemäuer einen Einblick in Wohnen und Repräsentieren der Könige im Mittelalter erlangen. Auch über die Pfalz Karls des Großen, die 776 an gleicher Stelle wie die spätere Pfalz Heinrichs II. erbaut wurde, erfahren die Teilnehmer mehr.

Bei der kostenlosen Führung „Weg mit dem faden Brei...“ am Sonntag, 27. Juni, um 15 Uhr erfahren Erwachsene, Jugendliche und Kinder mehr über die Hintergründe königlicher Empfänge und höfischen Speisens. Die Teilnehmer lernen, welche Gewürze vor Jahrhunderten beliebt waren und wie kompliziert sich die Tischsitten gestalteten.

An den Führungen am Samstag kann nur eine Familie teilnehmen. Die Kosten betragen 20 Euro pro Familie inkl. Museumseintritt und Material. Um Anmeldung wird gebeten unter Telefon 05251/105110 oder per E-Mail an: angelika.mateja@lwl.org.

Die auf 19 Personen begrenzten Führungen am Sonntag sind kostenlos. Zu zahlen ist nur der Museumseintritt. Die Anmeldung erfolgt vor Ort.

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