1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Aufs Ehrenamt lässt sich bauen

  6. >

Neues Verfahren zur Vergabe von Bauplätzen feiert Premiere – Baugebiet in Ahden wird erschlossen

Aufs Ehrenamt lässt sich bauen

Büren-Ahden

Im Bürener Ortsteil Ahden werden angrenzend an das bestehende Neubaugebiet neue Baugrundstücke erschlossen. Das Plangebiet trägt den Namen „Auf dem Zickeberge Ost“ und umfasst 18 Baugrundstücke. 15 davon stehen der Stadt Büren zur Vermarktung zur Verfügung.

Erschließen ein neues Baugebiet in Büren-Ahden (von links): Peter Salmen (Ausschuss für Bauen, Umwelt und Stadtplanung), Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Ralf Schmidt (Abteilungsleiter Infrastruktur), Benedikt Hermesmeier (Fecke Tiefbau) und Murat Turgut (Ortsvorsteher Ahden). Foto:

„Wir möchten jungen Familien und insbesondere engagierten Ahdenern die Möglichkeit bieten, sich den Wunsch vom Eigenheim zu erfüllen“, sagt Bürgermeister Burkhard Schwuchow. Eine sozial gerechte Verteilung der Grundstücke wird durch die neue Vergaberichtlinie der Stadt Büren sichergestellt, die auch in diesem Baugebiet Anwendung findet. Die Stadt Büren verfolge mit ihren Bauplatzvergabekriterien das Ziel, den sozialen Zusammenhalt in den Orten zu stärken und zu festigen.

Freuen sich über die Vergabe der Bauplätze in Büren (von links): Maximilian und Emily, Daniel und Helene Sawodowskie, Bürgermeister Burkhard Schwuchow und der 1. Vorsitzende des Heimatvereins Büren Reinhold von Rüden. Foto: Stadt Büren

Premiere feierte das neue Vergabesystem in einem Baugebiet in der Kernstadt, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss im April die neue Richtlinie festgelegt hatte. 17 Baugrundstücke standen im Neubaugebiet „Bühl III“ zur Verfügung.

„Wir verfolgen die Strategie, attraktive Wohnbaufläche zu günstigen Konditionen anbieten zu können. Gemeinsam mit dem Rat haben wir uns auf den Weg gemacht, durch nachhaltige Flächenankäufe, gezielte Bauleitplanverfahren und der Neustrukturierung unserer Vergabeprozesse die Erschließung neuer Baugebiete zu initiieren, dabei jedoch auch den Faktor Flächenverbrauch im Auge zu behalten“, resümiert Bürgermeister Burkhard Schwuchow.

Das Punktesystem diente dazu, bei einer entsprechender Nachfrage vorhandenes Bauland fair, objektiv und diskriminierungsfrei zu vergeben. Die neue Vergaberichtlinie sieht auch eine stärkere Berücksichtigung des ehrenamtlichen Engagements im Stadtgebiet Büren vor.

Die beiden Mitarbeiter der Stadt Büren Michael Kubat und Alexander Kraft waren für das Vergabeverfahren verantwortlich und hatten die Bewerber mit der höchsten Punktzahl zu einem persönlichen Vergabetermin ins Rathaus eingeladen. „Wir haben sehr gute Erfahrungen gemacht. So ist es uns möglich, die Bewerberinnen und Bewerber in diesem persönlichen Gespräch kennenzulernen und das Verfahren sowie die Verteilung der Grundstücke transparent darzulegen“, sagt Alexander Kraft.

Besonders freuen konnte sich die Bürener Familie Sawodowskie, die sich als erste ein Grundstück im Baugebiet „Bühl III“ aussuchen durfte. Daniel Sawodowskie punktete vornehmlich durch seinen örtlichen Bezug sowie sein Ehrenamt im Bürener Heimatverein, in dem er das Amt des Kassierers inne hat. Mit einem offiziellen Schriftstück des Heimatvereins sei es möglich gewesen, Familie Sawodowskie auf die Rangposition eins zu setzen.

Grundstücke sind 450 bis 850 Quadratmeter groß

„Ich freue mich außerordentlich, dass wir Daniel Sawodowskie für sein ehrenamtliches Engagement belohnen konnten und ich gemeinsam mit meinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern des Heimatvereins zu diesem tollen Ergebnis beitragen durfte“, hält der Vorsitzende des Heimatvereins Reinhold von Rüden fest.

„Nach einem intensiven Abstimmungsprozess gemeinsam mit der Politik sind wir froh, über eine ausgewogene Vergaberichtlinie zu verfügen. Die ausgearbeiteten Ergebnisse finden auch in anderen Städten und Gemeinden Beachtung und werden als Mustervorlage für mögliche Neuaufstellungen von Bauplatzvergabekriterien genutzt“, resümiert Michael Kubat von der Stadt Büren.

Die Grundstücke im neuen Ahdener Baugebiet werden so vergeben. Sie sind 450 bis 850 Quadratmeter groß. Zulässig sind Einfamilienhäuser in maximal zweigeschossiger Bauweise.

Interessenten können sich bei der Verwaltung melden und werden informiert, sobald die Vermarktungsphase beginnt. Der Preis für die Grundstücke wird in einer der kommenden Ratssitzungen definiert und danach ebenfalls allen Interessenten mitgeteilt.

Fragen können Interessierte an Alexandra Haneke (Tel 02951/970-115, E-Mail haneke@bueren.de) und Alexander Kraft (02951/970-119, kraft@bueren.de) bei der Stadt Büren richten.

Startseite