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Ausbau digitaler Angebote soll die Hotline im Kreishaus entlasten

Aus My-Müll wird die Abfall-App

Kreis Höxter

Stillstand ist Rückschritt – das gilt wohl nirgends so ausgeprägt wie in der digitalen Welt. Grund genug für den Kreis Höxter, die beliebte App der Abfallwirtschaft komplett zu überarbeiten und nun unter eigenem Namen zu präsentieren: Abfall-App Kreis Höxter.

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Fachbereichsleiter Michael Werner (links) und Hubertus Abraham vom Kreis Höxter freuen sich, dass sie mit der neuen Abfall-App den Service erheblich ausweiten können. Foto: Kreis Höxter

„Dies ist erneut ein großer Schritt, um den Komfort in allen Themenbereichen der Abfallwirtschaft für unsere Bürgerinnen und Bürger weiter zu steigern“, erläutert Michael Werner vom Kreis Höxter, Leiter des Fachbereichs Umwelt, Bauen und Geoinformationen. Schon seit knapp zehn Jahren setzt die Kreisverwaltung auf die digitale Technik im Bereich der Abfallwirtschaft. „Beim Start im Februar 2012 ging es den meisten Nutzern hauptsächlich darum, kurz und präzise an die Abfalltermine erinnert zu werden“, erinnert Werner an die Anfänge mit der App „MyMüll.de“.

Schon damals aber konnte das virtuelle Informationsportal viel mehr. So werden nicht nur die Standorte für Glascontainer, Wertstoffhöfe und die Entsorgungsmöglichkeiten für Elektrokleingeräte angezeigt – ausgehend vom jeweiligen Standort des Mobiltelefons wird man auf direktem Weg zur Wunschentsorgung navigiert. Die Funktionen der App wurden ständig erweitert. „Nun haben wir noch einmal ein ganz neues Niveau erreicht“, so Werner. Das Anmelden von Sperrmüll oder der Tausch von Behältern lassen sich jetzt beispielsweise über die App erledigen. „Mit der neuen App hat man die komplette Abfallwirtschaft des Kreises Höxter in der Hosentasche“, sagt Werner mit einem Augenzwinkern. Die App mache es möglich, die Menschen im Kreis Höxter mit der Push-Funktion über Neues in der Abfallwirtschaft zu informieren, zum Beispiel, wenn sich Termine ändern oder aber ein neuer Service eingeführt werde. „Das hat sich gerade in den vergangenen Monaten bewährt. Aufgrund der Coronamaßnahmen mussten häufig auch kurzfristig Termine verlegt werden oder sind ausgefallen. Die Nutzer der App waren über die Pushnachrichten immer gut informiert und konnten unmittelbar darauf reagieren“, so Dr. Kathrin Weiß, Chefin der Abteilung für Umweltschutz und Abfallwirtschaft.

„Das weite Spektrum rund um das Thema Abfall wird mit der neuen App komplett abgedeckt“, freut sich Hubertus Abraham, Mitarbeiter des Kreises Höxter. Er erhofft sich durch dieses Komplettangebot eine Entlastung der Abfall-Hotline. „Wir hatten in den letzten vier Monaten 22.000 Anrufe, das ist kaum noch zu stemmen. Antworten auf die Masse der dort gestellten Fragen findet man nun ganz einfach in der App.“ Zwei Zahlen machen deutlich, welche Erleichterung das neue Angebot sowohl für die Hotline als auch für die Bürgerinnen und Bürger bringt: „Die Telefonate für knapp 3000 Sperrmüll- und Elektrogroßgeräteaufträge und fast 8000 Behälterbewegungen allein im letzten halben Jahr erübrigen sich in Zukunft, weil man nun alles mit wenigen Klicks in der App zu jeder Tages- und Nachtzeit erledigen kann“, so Abraham. Jeder könne sich vorstellen, welche enorme Entlastung das für die Hotline bringe, ärgerliche Wartezeiten wegen kurzzeitiger Überlastung sollten damit entfallen. Darüber hinaus ließe sich die App auch mit Amazons Sprachassistentin „Alexa“ verbinden, dadurch könnte man die Fragen auch auf diesem Wege klären. Weitere Informationen gibt es unter www.kreis-hoexter.de/5892.

Der Datenschutz spielt bei der neuen Abfall-App Kreis Höxter eine große Rolle. Um an die Abholung der Behälter erinnert zu werden, genügt beim Anmelden die Eingabe der Straße und des Wohnortes, der Nutzer bleibt also anonym. Sekunden später steht die volle Palette an Informationen zur Verfügung. Die App funktioniert mit Android, Apples iOS und Windows Phone, sie wird kostenlos zum Download angeboten.

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