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Lina Kniffki und Annabel Weis vom König-Wilhelm-Gymnasium Höxter gewinnen den Regionalentscheid von „Jugend forscht“

Auswirkungen des Lockdowns untersucht

Kreis Höxter

Lina Kniffki (15) und Annabel Weis (14) vom König-Wilhelm-Gymnasium Höxter haben mit einer Untersuchung zu Auswirkungen des Corona-Lockdowns den Regionalsieg bei „Jugend forscht“ geholt. Insgesamt hatten sich 42 Teilnehmer mit 28 Projekten für „Jugend forscht“ und „Schüler experimentieren“ angemeldet. Darunter waren zehn Projekte aus dem Kreis Paderborn, zwölf aus dem Kreis Höxter, fünf aus Rheda-Wiedenbrück und eines aus Geseke. 24 der ursprünglich 28 Projekte nahmen letztlich am digital durchgeführten Regionalentscheid teil.

Von Meike Oblau

Platz 1! Lina Kniffki und Annabel Weis vom König-Wilhelm-Gymnasium Höxter haben bei „Jugend forscht“ gewonnen. Platz 1! Lina Kniffki und Annabel Weis vom König-Wilhelm-Gymnasium Höxter haben bei „Jugend forscht“ gewonnen. Lina Kniffki und Annabel Weis vom König-Wilhelm-Gymnasium Höxter haben bei „Jugend forscht“ gewonnen.Lina Aschendorf vom Gymnasium Beverungen befasste sich mit dem Erhalt der Erdkröten in Meinbrexen. Foto: KWG HöxterKWG Höxterrivat

Der Sieg bei „Jugend forscht“ ging nach Höxter. Von 4. bis 6. April werden Lina Kniffki und Annabel Weis nun am Landesentscheid teilnehmen, der coronabedingt vermutlich auch nur digital stattfinden kann. Der erste Preis bei „Schüler experimentieren“ für Teilnehmer unter 14 Jahren ging drei junge Forscherinnen des Gymnasiums Schloß Neuhaus: Maya Brüggemeier, Layla Scharbach und Luzie Puglisi hatten sich mit einem Buntstift-Test beschäftigt und werden nun ebenfalls am Landesentscheid teilnehmen, der für die jüngeren Schüler am 6. und 7. Mai stattfindet.

Regionalwettbewerbsleiterin Kerstin Böker hob hervor, dass alle Erstplatzierten im Hochstift diesmal weiblich sind: „Insgesamt waren unter allen Teilnehmern 60 Prozent Mädchen und junge Frauen.“ Alle Teilnehmer präsentierten ihre Projekte und Ergebnisse am Donnerstag online den jeweiligen Juroren.

Höxter

Lina Kniffki und Annabel Weis, die sich am Ende für den Landesentscheid qualifizierten, wählten das Thema „Gesundheit im Lockdown“: „Wir haben uns mit den Auswirkungen des durch den Lockdown verursachten langen Sitzens vor Bildschirmen auf Psyche und körperliche Gesundheit beschäftigt. Dabei fanden wir heraus, dass sich der Lockdown auf Psyche, Sehkraft und Muskeln auswirkt“, beschreiben die Schülerinnen des König-Wilhelm-Gymnasiums, die damit den ersten Platz nach Höxter holten. „Herausgekommen ist bei unseren Untersuchungen, dass Menschen, die im Lockdown wenig soziale Kontakte hatten und ihre Hobbys kaum ausüben konnten, auch in unseren Beweglichkeitstests schlechter abgeschnitten haben und negativer eingestellt waren“, sagt Annabel Weis. Die beiden Höxteranerinnen sind jetzt gespannt auf die nächste Runde des Wettbewerbs.

Ebenfalls ein „Corona-Thema“ wählte Antonia Jenneckens: „Das Ziel meiner Forschungsarbeit war es, herauszufinden, wie man in Corona-Zeiten besser schläft.“ Sie erforschte mit einer Kamera und einer Fitnessuhr ihren eigenen Schlaf, informierte sich über Einschlaftechniken und machte Umfragen unter Mitschülern. Die Jury vergab einen dritten Preis und einen Sonderpreis.

Jugend forscht 2022 - das erfolgreiche KWG Höxter: Timofej Wildt, Nils Holletzek, Antonia Jenneckens, Julia Herrs, Lina Kniffki, Julia Herrs, Annabel Weis, Salome Esau und Mirja Riedemann. Foto: KWG Höxter

Timofej Wildt und Nils Holletzek vom KWG analysierten mit einer selbst gebauten Messstation die Bodenfeuchte. „Die Ergebnisse sind Daten für die Anlage einer Streuobstwiese“, sagen sie. Die Jury vergab dafür einen Sonderpreis.

Wie man bei Alltagsbewegungen Strom erzeugen und diesen dann für seine mobilen Endgeräte nutzen kann, war das Thema von Mirja Riedemann, Julia Herrs und Salome Esau: „Wir haben dafür erforscht, wie wir beim Fahrradfahren eine Powerbank aufgeladen können“, berichten sie. Lohn für die Mühen war ein Sonderpreis.

Lena Sophie Barnekow beobachtete, wie sich die unterschiedlichen Verpackungsmaterialien Papier, Holz, Plastik, Glas oder Metall, in der Natur über das Jahr gesehen verändern. Dazu lagerte sie diese Verpackungen draußen.

Brakel

Sophia Kutz von den Schulen der Brede untersuchte, wie Pflanzen autonom und möglichst ohne menschliche Hilfe am Leben erhalten werden können. Dafür entwickelte sie ein Modell zur Wasserversorgung, das mit 3D-Druck gefertigte Bauteile enthält. Sie erhielt einen Sonderpreis.

Jugend forscht: Sophia Kutz (Schulen der Brede Brakel). Foto: Schule

Ebenfalls um Pflanzen ging es im Beitrag von Hanno Wrenger, der sich bereits in den Jahren zuvor mit mit dem Keimverhalten von Pflanzen beschäftigt hatte. Daran hat er weitergearbeitet und ein Verfahren zur Optimierung der Keimprozesse mit Hilfe von Chlorophyllfluoreszenz entwickelt, das er auch weiterverfolgen will. Er freute sich über einen zweiten Platz und einen Sonderpreis.

Steinheim

Nathanael Schmidt aus Schieder-Schwalenberg, Schüler des Gymnasiums Steinheim, ging der Frage auf den Grund, wie die Wasserqualität das Wachstum von Ablegern der Grünlilie beeinflusst. Dafür gab es einen zweiten Platz und einen Sonderpreis.

Bad Driburg

„Der künstliche Muskel“ war das Thema von Charlotte Middeke, Lina Schopp und Emma Benken vom Gymnasium St. Xaver. Dabei legten sie den Fokus auf die Kontraktion eines Muskels.

Eine Volleyball-Trainingsmaschine entwickelten Finn Müller, Julian Diekmann und Dustin Heisler: „Unser Ziel war es, eine Maschine zu entwerfen, mit der man sein Volleyballtraining individuell und unabhängig von anderen Personen durchführen kann.“ Dafür gab es einen zweiten Preis und einen Sonderpreis.

Max Leßmann und Vincent Knapczik bauten ein eigenes Lasertag-Spiel und wurden mit einem dritten Platz belohnt.

Lina Aschendorf vom Gymnasium Beverungen befasste sich mit dem Erhalt der Erdkröten in Meinbrexen. Foto: Privat

Beverungen

Mit dem Erhalt der Erdkröten in Meinbrexen befasste sich Lina Aschendorf vom Gymnasium Beverungen. Sie analysierte Wanderungswege, ökologische Einflüsse und Schutzmaßnahmen und möchte besonders Kinder und Jugendliche für dieses Thema sensibilisieren. Sie erhielt zwei Sonderpreise.

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