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Bei Sprinterverbindungen zwischen Köln und Berlin kein Zwischenstopp in der Region mehr

Bahn hängt Ostwestfalen weiter ab

Bielefeld

Die Deutsche Bahn (DB) setzt vom 12. Dezember an zwischen Köln und Berlin täglich drei ICE-Sprinter je Richtung ein, die 3:45 Stunden unterwegs sein werden. Das ist 30 Minuten schneller als bisher, geschieht aber auf Kosten der Menschen in Ostwestfalen-Lippe.

Foto: dpa

Die „Es gibt bei diesen Sprinterverbindungen keinen Zwischenhalt, auch nicht mehr in Bielefeld“, sagt Willi Wächter, Vorsitzender des Fahrgastverbandes in OWL. Das sei für einige Reisende aus dem Raum Köln vorteilhaft, doch würden das Ruhrgebiet und Ostwestfalen-Lippe abgehängt. „Es muss sich erst noch zeigen, ob die Verbindung wirtschaftlich ist. Außerdem bleibt abzuwarten, wie bei dieser Vorrangpolitik für den ICE der Schienennahverkehr betroffen ist“, sagt Wächter.

„Bekanntlich gibt es zwischen Minden und Hannover nur ein Gleis je Richtung, und dort dürfte es richtig eng werden.“ Ostwestfalen-Lippe wird noch weiter betroffen sein, denn zum Fahrplanwechsel fällt je Richtung eine ICE-Verbindung mit Halt in Minden, Herford, Bielefeld und Gütersloh weg. Willi Wächter: „Es handelt sich um die ICE Züge 102/103, die jetzt von Köln aus in Richtung Süden starten. Fahrgäste, die zum Beispiel in Richtung Basel wollen, müssen dann in unserer Region den Intercity nehmen und in Köln umsteigen.“ Das bedeute erheblich längere Fahrzeiten.

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