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Bielefelderin (65) wird nach Moskau-Reise am Düsseldorfer Flughafen kontrolliert

Bargeld in altem Kalender versteckt

Düsseldorf/Bielefeld

Nicht nur zur Terminplanung, auch zum Verstecken von Bargeld hat eine Reisende ihren alten Kalender genutzt. Die 65-jährige Bielefelderin flog am 22. Januar aus Moskau (Russland) zurück nach Deutschland, wo sie am Düsseldorfer Flughafen nach ihrer Landung von Zöllnern kontrolliert wurde.

In diesem präparierten Kalender entdeckten die Zöllner 9500 Euro Bargeld, aufgeteilt in 100- und 500-Euro-Noten. Foto: Hauptzollamt Düsseldorf

Auf die Frage, wie viel Bargeld sie dabei habe, gab die Bielefelderin an, dass sie Barmittel in der „erlaubten Höhe“ mit sich führe. Die Beamten fragten nun genauer nach und fragten explizit nach Barmitteln im Wert von mehr als 10.000 Euro. Dies verneinte die Reisende ausdrücklich.

Bei der Kontrolle des Reisegepäckes fanden die Zöllner schließlich einen Taschenkalender, verschlossen mit einem Gummiband. Da es ungewöhnlich erschien, dass die Reisende einen sechs Jahre alten Kalender mit sich führte, öffneten die Zöllner ihn und entdeckten, dass er weit mehr als nur alte Termine enthielt. Der Kalender wurde derart präpariert, dass der Innenteil entnommen wurde und so ein Hohlraum entstand, in dem Bargeld versteckt werden konnte. Insgesamt fanden die Beamten im Kalender 9500 Euro, aufgeteilt in 100- und 500-Euro-Noten.

Der als Geldversteck genutzte Kalender war bereits sechs Jahre alt. Foto: Hauptzollamt Düsseldorf

Bei der weiteren Kontrolle entdeckten sie zudem einen russischen Reisepass, der weitere 1250 Euro an Bargeld enthielt. Da hiermit die anmeldefreie Grenze von 10.000 Euro überschritten war und die Reisende ausdrücklich angab, nicht mehr als die „erlaubte Höhe“ mitzuführen, leiteten die Zöllner ein Ordnungswidrigkeitenverfahren aufgrund der Nichtanmeldung von Barmitteln bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland gegen die Reisende ein.

Sie gab gesprächsweise an, das Geld bereits bei der Ausreise aus Deutschland nach Russland mit sich geführt zu haben, um dort Medikamente zu kaufen. Doch die Zöllner stellten weder Arzneimittel, noch eine Barmittelanmeldung für die Ausreise fest.

Dieser Hohlraum wurde in den Kalender geschnitten. Foto: Hauptzollamt Düsseldorf

Zum Hintergrund: Barmittel im Wert von 10.000 Euro oder mehr müssen bei der Einreise nach Deutschland, bzw. bei der Ausreise aus Deutschland schriftlich beim Zoll angemeldet werden. Hierbei fallen keinerlei Gebühren an. Diese Maßnahme dient zur Bekämpfung der Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung. Die erforderlichen Vordrucke können vorab über www.zoll.de heruntergeladen oder direkt beim Zoll am Flughafen erhalten werden.

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