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Lebensraum und wichtige Nahrungsquelle für Kleintiere in Vlotho

Bauhof legt Staudenbeete an

Vlotho

Sie sind ästhetisch, ökologisch und ökonomisch ein Gewinn und bieten verschiedenen Tierarten ein ganzjähriges Nahrungsangebot: Das stellt Rathaussprecher Axel Mowe fest. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Bauhofes Vlotho haben in den vergangenen Wochen erneut Staudenbeete angelegt.

Kümmern sich um die städtischen Beete (von links): Fabian Edler, Saboor Alizadeh und Kai Buschmann. Foto: Stadt Vlotho

„Diese sehen nicht nur schön aus, sondern bieten zahlreichen Kleintieren, Insekten und besonders Bienen einen neuen Lebensraum und eine wichtige Nahrungsquelle“, sagt Mowe. Im Sommer solle dort summend und brummend Nektar gesammelt werden und im Winter böten die vertrockneten Samenstände der Stauden eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel. Zudem fänden Nützlinge darin ein Winterquartier.

Insgesamt wurden 26 Beete neu gepflanzt, die mit unterschiedlichen Blumenmischungen bepflanzt wurden. Schon jetzt blühen dort unter anderem Nieswurz, Korbblütler, Brandkraut, Marbeln und Taglilien.

Wie bereits die Beete im vorigen Jahr wurden auch die neu angelegten Staudenbeete mit einer mineralischen Mulchauflage abgedeckt. Grund dafür ist, dass bei der Bepflanzung der Beete in den Jahren zuvor direkt in das Staudensubstrat gepflanzt und keine weitere Abdeckung vorgenommen wurde.

Dadurch sei es zu einem großen zeitlichen Mehraufwand für die Mitarbeitenden des Bauhofes gekommen, welche immer häufiger zusätzliche Pflegegänge zum Beseitigen des Unkrauts vornehmen mussten.

Unkrautjäten reduziert

Mulchen unterdrücke unerwünschten Pflanzenwuchs und reduziere somit das Unkrautjäten deutlich. Darüber hinaus schütze Mulch den Boden vor dem Austrocknen und unterstütze zugleich die Bodenorganismen.

„Um auf heimische Materialien zurückzugreifen, haben wir uns für gewaschenen Weserkies 8/16 entschieden. In einem Jahr wird die Fläche zugewachsen sein und man sieht von dem Kies nichts mehr. Bei den Staudenpflanzungen vom letzten Jahr kann man das sehr gut sehen“, erklärt Ralf von der Marwitz (stellvertretender Bauhofleiter). Er weist darauf hin, In der freien Natur unbedeckter Boden kaum vorzufinden sei.

Die Stadt Vlotho hatte schon bei den entsprechenden Beetgestaltungen im vorigen Jahr darauf hingewiesen, dass die Abdeckung der Bepflanzungen mit feinem Weserkies keinesfalls mit den ökologisch fragwürdigen Steingärten vergleichbar sei.

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