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Djordje Cenic von der Caritas Integrationsagentur bietet Interessierten und auch Unternehmen Hilfe an

Bedarf an Sensibilisierung steigt

Brakel

„Diskriminierung kommt im Kreis Höxter auch heute noch in vielen Lebensbereichen vor. Oft fehle das Bewusstsein für Diskriminierung“ – das sagt Djordje Cenic. Der Politikwissenschaftler, der als Referent beim Caritasverband für den Kreis Höxter arbeitet und für die neue Integrationsagentur mit dem Schwerpunkt Antidiskriminierungsarbeit zuständig ist, macht es sich zur Aufgabe, unterschiedliche Zielgruppen für das Phänomen Diskriminierung zu sensibilisieren und darüber aufzuklären.

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Hat noch Termine frei für Interessierte,die die Integrationsagentur der Caritas nutzen wollen: Foto: Frank Spiegel

Wie Djordje Cenic berichtet, intensiviert der demografische Wandel die gesellschaftliche Vielfalt, macht sie jedoch zugleich erforderlicher. Denn für eine überlebenswichtige Zukunftssicherung sei Zuwanderung unerlässlich, und nur so lasse sich die Heterogenität erhalten.

„Jedoch geht mit der steigenden Heterogenität ein erhöhter Bedarf daran einher, wie tolerant die hiesige Gesellschaft gestaltet werden soll. Damit gilt es, Gleichbehandlung durch Sensibilisierung, Öffnung und Prävention aufzubauen und zu festigen“, betont Caritas-Vorstand Thomas Rudolphi. Um dem hohen Bedarf daran gerecht zu werden, hat der Caritasverband für den Kreis Höxter eine Integrationsagentur etabliert.

„Diskriminierung passiert im Alltag, egal ob in Institutionen, auf dem Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Straße“, meint der Politikwissenschaftler Djordje Cenic: „Oft fehlt das Bewusstsein, wo Diskriminierung wirklich beginnt“.

Djordje Cenic ist seit März in der neuen Integrationsagentur mit dem Schwerpunkt Antidiskriminierungsarbeit angestellt und widmet sich der Sensibilisierung in der Öffentlichkeit für Ausgrenzung und ungerechte Behandlung.

„Zwar können sich viele Migranten und Geflüchtete gut integrieren, jedoch bekämpft es nicht den alltäglichen Rassismus – er ist weiterhin da. Aber nicht nur sie, sondern auch andere diskriminierte Gruppen leiden häufig unter der Ungleichberechtigung, die sie im Alltag erfahren“, weiß Djordje Cenic.

Selbst diejenigen, die sich ganz klar von Rassismus und Diskriminierung distanzierten, wiesen nicht immer ein ausreichendes Bewusstsein für dieses Phänomen auf. Somit steige insgesamt der Bedarf an Sensibilisierung, Aufklärung und Öffnung.

Die neue Integrationsagentur des Caritasverbandes für den Kreis Höxter, die ihren Sitz in Brakel hat, macht sich stark für den Abbau von Vorurteilen, Diskriminierung und Rassismus in der Gesellschaft.

In diesem Rahmen plant und organisiert Djordje Cenic Informations-und Dialogveranstaltungen, Workshops, Projekte und Trainings unter anderen in den Bereichen „Antidiskriminierung“ und „Deeskalation“. „Mithilfe einer guten Vernetzung im Kreis Höxter mit Schulen, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen, Migrantenorganisationen und der Polizei können Kampagnen und Projekte sowie Veranstaltungsreihen und Coachings gut realisiert werden“, ist er überzeugt Aber auch die Vorbereitung und Durchführung von Schulungen, Lehrgängen und Qualifizierungsmaßnahmen in Unternehmen und Betrieben gehören zu seinen Aufgabenfeldern.

Djordje Cenic: „Schließlich zählen Mitarbeiter und Vorgesetzte ebenfalls zu den Zielgruppen der Sensibilisierungsarbeit. Ziel der Antidiskriminierungsarbeit ist es, kreisflächendeckende Angebote zu schaffen und auf diesem Weg Diskriminierung abzubauen sowie sich für Vielfalt einzusetzen. Stereotypen, Vorurteile und Rassismen haben keinen Platz in einer freien und toleranten Gesellschaft.

Jedoch müsse der Selbstreflexion und eigenen Argumentationskompetenz eine größere Bedeutung zugemessen werden. Nur damit sei Deeskalation und Prävention kollektiv zu meistern. Djordje Cenic ist bereit und gut aufgestellt, um weitere Anfragen von Institutionen und Vereinen zur Durchführung von Informationsveranstaltungen aufzunehmen. Interessenten können sich an Djordje Cenic, Telefon 05272/3770-32 oder per E-Mail unter d.cenic@caritas-hx.de wenden

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