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Lübbecker Familie beteiligt sich an Stromspar-Aktion der Caritas und gewinnt Jubiläumsgutschein

Bereits 1500 Haushalte gecheckt

Lübbecke

Bei Familie Allawi aus Lübbecke ist der 1500. Stromspar-Check im Kreisgebiet durchführt worden.

1500. Stromspar-Check bei Familie Allawi in Lübbecke mit Stromspar-Check-Maskottchen Stecky, Caritas-Verwaltungsleiter Matthias Walber, Stromsparhelfer Jörg Biel und Fachanleiterin Madeleine Kuchenbecker. Foto: Caritas Minden

Dieses Jubiläum ließ sich die Caritas Minden, Träger des Angebots im ganzen Kreis, nicht nehmen und kam mit Maskottchen Stecky persönlich nach Lübbecke, um der Familie zu gratulieren.

Begleitet wurde Stecky vom Stromspar-Team Minden und dem Verwaltungsleiter Matthias Walber vom Caritasverband Minden. Für die Familie gab es nicht nur kostenlose energiesparende Soforthilfen, sondern auch einen Einkaufsgutschein im Wert von 100 Euro.

Leichte Tricks vermittelt

Die achtköpfige Familie bewohnt seit April 2021 ein Einfamilienhaus in Lübbecke. Tarek Allawi wurde über einen Bekannten auf den Stromspar-Check aufmerksam: „Er hat mir erzählt, dass er LED-Lampen und einen Spar-Duschkopf geschenkt bekommen hat. Zudem habe er gelernt, wie er mit leichten Tricks Strom- und Wasserkosten einsparen kann. Ich war erst skeptisch, aber auch neugierig, was bei uns im Haus noch verbessert werden könnte, und habe einen Termin vereinbart.“

Das Stromspar-Team hat bei Familie Allawi unter anderem 17 Glühlampen in moderne LEDs ausgetauscht. So kann die Familie zukünftig 1000 Euro Stromkosten sparen. Da das Wasser im gesamten Haus mit Strom erwärmt wird, reduzieren die Allawis durch den Einbau einer Zeitschaltuhr am Elektro-Boiler in der Küche, eines Spar-Duschkopfes im Bad und einiger Strahlregler für Wasserhähne neben den Stromkosten ihre Wasserkosten um weitere 500 Euro.

Oft hohe Verbräuche in großen Familien

„Bei großen Familien kann es schnell zu sehr hohen Stromverbräuchen kommen, wenn das Wasser elektrisch erwärmt wird“, erläutert die Team- und Fachanleiterin am Standort Minden, Madeleine Kuchenbecker. „Das wissen viele Haushalte nicht und sind dann überrascht, woher die hohen Stromkosten kommen. Wir klären also auf und geben Empfehlungen, z. B. die niedrigste Temperaturstufe zum Hände waschen zu nutzen und die Temperatur erst zum Duschen zu erhöhen.“

Nachdem das Stromspar-Team alle elektronischen Geräte gemessen und das Nutzungsverhalten ausgewertet hatte, wurde schnell klar, dass der monatliche Abschlag für den Stromverbrauch zu knapp angesetzt ist. „Wir haben Familie Allawi empfohlen, den Abschlag beim Energieversorger anpassen zu lassen, um eventuelle Nachzahlungen am Ende des Jahres zu vermeiden“, ergänzt Stromsparhelfer Jörg Biel.

Zuschüsse für Neuanschaffungen

Die Stromsparhelferinnen und -helfer kennen die Alltagsprobleme von Haushalten mit geringem Einkommen aus eigener Erfahrung, denn sie waren vorher selbst arbeitslos. Deshalb können sie auf Augenhöhe beraten.

Wenn die Familie darüber hinaus ihre beiden 15 und 30 Jahre alten Kühlschränke gegen ein neues Kühlgerät der Effizienzklassen A, B, C oder D eintauscht, können die Lübbecker noch mal 150 Euro Strom einsparen. Für diese Investition erhalten sie zudem Zuschüsse vom Bund und dem Land NRW von insgesamt 300 Euro.

Viel Geld eingespart

So hat das Stromspar- Team vom Caritasverband Minden in den vergangenen sieben Jahren 1500 Haushalte mit geringem Einkommen zum Energiesparen beraten – mit einem sehr beeindruckenden Ergebnis: Auf 1.420.480 Euro summieren sich die Einsparmöglichkeiten. Von gesunkenen Energierechnungen profitiert auch der Kreis Minden-Lübbecke. Er trägt – zusammen mit dem Bund – die Kosten der Unterkunft bei Beziehern von Arbeitslosengeld II und Grundsicherung und hat bisher bis zu 240.000 Euro einsparen können.

Auch der Beitrag zum Klimaschutz kann sich sehen lassen, denn durch die Beratungen wurden mittlerweile 2734 Tonnen CO2-Emmissionen vermieden, wenn denn die Tipps so umgesetzt wurden.

„Ich bedanke mich herzlich beim Stromspar-Check für die vielen kostenlosen Sparartikel, mit denen wir in Zukunft hoffentlich viel Geld einsparen können und den Einkaufsgutschein für die ganze Familie“, sagte am Ende des Besuchs ein erfreuter Tarek Allawi.

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