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Brakeler Bündnisgrüne setzen sich erfolgreich für neue Zeiten in städtischen Kindertageseinrichtungen ein

Betreuung künftig ohne Unterbrechung

Brakel

Auf Initiative der Brakeler Bündnisgrünen werden in der Nethestadt von August an die Betreuungszeiten in den kommunalen Kindertageseinrichtungen geändert. Der Nachwuchs muss nicht mehr über Mittag nach Hause geholt werden, er kann 35 Stunden am Block betreut werden

Ulrike Hogrebe-Oehlschläger und David Flore freuen sich über die Verbesserung. Foto: Bündnis 90/Die Grünen

.„In den städtischen Kitas der Stadt Brakel gab es noch das Modell, dass man sein Kind 35 Stunden in der Woche betreuen lassen konnte, man aber das Kind über Mittag nach Hause holen musste und am Nachmittag zur Betreuung wieder bringen konnte“, erläutert Ulrike Hogrebe-Oehlschläger die Motivation der Ratsfraktion, aktiv zu werden. Dieses Modell sei antiquiert und passe nicht mehr zur Lebenswirklichkeit der Familien.

„Immer mehr Familien sind auf zwei Einkommen angewiesen, die Arbeitswege sind in unserem Flächenkreis lang, viele pendeln gar in die Nachbarkreise, und es gibt nur noch selten die Betreuungsmöglichkeit durch die Großeltern am Mittag“, erläutert die Fraktionsvorsitzende. Die Bündnisgrünen seien auf die Verwaltung zugegangen, man habe Argumente ausgetauscht und sich auf eine erweiterte Bedarfsabfrage bezüglich der Betreuungswünsche der Eltern geeinigt. Die Grünen sind dem Fachbereich Bürgerservice dankbar, der das Anliegen von Beginn an ernst genommen habe.

„Man merkte bereits beim ersten Treffen, dass auch die Verwaltung ein Interesse hat, die Betreuung nach Möglichkeit zu verbessern und damit vielen Familien den Spagat zwischen Kinderbetreuung und Beruf zu erleichtern“, ergänzt Fraktionsvize David Flore, der selbst eine Tochter im Kindergartenalter hat.

„Das Ergebnis der Abfrage hat die Anregungen, die wir aus vielen Elterngesprächen mitgenommen hatten, eindrucksvoll untermauert“, führt Hogrebe-Oehlschläger aus. In allen städtischen Kitas wurde sich zusammen mit den Elternbeiräten – neben weiteren Betreuungszeiten – auf das Modell 35 Stunde am Block ab August geeinigt.

„Damit haben die Bündnisgrünen ein wesentliches Ziel aus dem Kommunalwahlprogramm umsetzen können und helfen vielen Familien, Beruf und Familie besser zu vereinen“, sind sich Ulrike Hogrebe-Oehlschläger und David Flore einig. „Im Endeffekt ist das ein tolles Beispiel dafür, dass sich politisches Engagement lohnt“, freut sich Ulrike Hogrebe-Oehlschläger. Dies zeige auch, dass es nicht immer einen offiziellen Antrag und einen Ratsbeschluss brauche. „Gute Argumente, ein offenes, unvoreingenommenes Ohr des Gegenübers sind manchmal schon ausreichend, um Brakel ein Stück lebenswerter zu machen“, resümiert die Fraktionsvorsitzende.

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