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Thesenpapier von Gesundheitsökonomen unterstellt finanzielle Interessen

Bettenzahl: Intensivmediziner weisen Vorwürfe zurück

Bielefeld/Minden

Die Politik hat die harten Lockdown-Maßnahmen auch damit begründet, dass die Intensivstationen am Limit seien und wegen der Corona-Erkrankten eine Überlastung des Gesundheitssystems drohe. Zweifel daran hat ein Thesenpapier gesät. Der Vorwurf der Autoren um den Gesundheitsökonomen Matthias Schrappe: 3000 Intensivbetten seien aus der Statistik verschwunden. Diese Vorwürfe weisen Verbände um die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) zurück und sagen, dass Schrappes Papier „auf Fehleinschätzungen und mangelnder Kenntnis der tatsächlichen Lage in Kliniken“ basiere.

Von Andreas Schnadwinkel

Symbolbild. Foto: Ole Spata

„Die Vorwürfe sind offenkundig falsch. Das Papier ist einfach zu widerlegen, und das hat die Divi mit ihrem Statement auch getan“, sagt Prof. Dr. Sebastian Rehberg. Den Chefarzt der Universitätsklinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfallmedizin, Transfusionsmedizin und Schmerztherapie am Evangelischen Klinikum Bethel stört vor allem eines: „In dieser hochemotionalen Phase halte ich es für gefährlich, das Vertrauen in unser Gesundheitssystem in dieser Form in Frage zu stellen.“ Es sei eine erhebliche Zahl an Corona-Erkrankten verstorben, „obwohl sie auf den Intensivstationen behandelt wurden“.

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