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Kinder wenn möglich zu Hause betreuen – Mobiel entscheidet kurzfristig über Fahrten – Berufsbildungszentrum geschlossen

Bielefeld bereitet sich auf den Sturm vor

Bielefeld

Bielefelder Eltern sollten ihre Kinder am Donnerstag – wenn möglich – zu Hause betreuen. „Aufgrund des drohenden starken Sturms ist es ratsam, sich morgen nicht auf den Weg in die Kita zu machen“, erklärt Sozialdezernent Ingo Nürnberger. Auch die Stadtwerke und Mobiel bereiten sich auf das mögliche Unwetter vor.

Nach der Unwetterwarnung laufen in Bielefeld die Vorbereitungen für einen möglichen Sturm am Donnerstag. Foto: dpa

Grundsätzlich steht das Betreuungsangebot in den städtischen Kitas auch am Donnerstag zur Verfügung. Nürnberger: „Die Kitas werden ihre Betreuungspflicht wahrnehmen, aber wer kann, sollte morgen seine Kinder zu Hause versorgen. So können Gefahrensituationen vermieden werden.“

In den städtischen Kitas sind am Mittwoch die Eltern befragt worden, ob sie ihre Kinder bringen wollen bzw. müssen, um den Personaleinsatz für Donnerstag anpassen zu können. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den städtischen Kitas, die wegen der Witterungsverhältnisse auf ihrem Arbeitsweg einer besonderen Gefahr ausgesetzt sind, sei freigestellt worden, am Donnerstag zuhause zu bleiben. Da viele Kinder die Betreuungsangebote wegen der Unwetterwarnung nicht wahrnehmen werden, finde an diesem Tag keine PCR-Pooltestung statt.

Mobiel: Entscheidung erst in den Morgenstunden

Vorbereitungen haben auch die Stadtwerke Bielefeld getroffen. „Alle Bereiche, die von dem herannahenden Sturm betroffen sein könnten, befinden sich in erhöhter Alarmbereitschaft. So sind insbesondere im Freileitungs- und Hochspannungsdienst sowie bei den Verkehrsbetrieben Mobiel zusätzliche Kräfte im Einsatz“, teilt Unternehmenssprecher Hans Sellmann mit.

Mobiel weist daraufhin, dass erst in den Morgenstunden des Donnerstags entschieden werden kann, ob vereinzelte Bus- und Stadtbahnlinien möglicherweise den Betrieb nicht aufnehmen werden. Bei der Beurteilung gehe es nicht nur darum, ob die Strecke tatsächlich frei und befahrbar sei. Besonders wichtig sei, dass sich Fahrgäste und Fahrpersonal keinem Risiko aussetzten, unterwegs von herabstürzenden Bäumen oder umherwehenden Gegenständen getroffen zu werden.

„Hier geht die Sicherheit der Beteiligten vor der Einhaltung des Fahrplans“, so Sellmann. Erfahrungsgemäß seien die Bergstrecken über und durch den Teutoburger Wald eher sturmgefährdet als andere. Mobiel hat speziell die Linien 24, 28, 30, 34, 36, 121 und 236 im Blick. Sollte es tatsächlich zu Fahrtausfällen kommen, erhalten Fahrgäste aktuelle Informationen in der Mobiel-App.

Sollten Freileitungen beschädigt sein und gegebenenfalls herabhängen, warnen die Experten der Stadtwerke ausdrücklich davor, diese zu berühren oder selbst Geäst aus den Freileitungen zu befreien. Bei Berührung bestehe Lebensgefahr.

Prüfungsbetrieb findet regulär statt

Aufgrund der Unwetterwarnung weist die Handwerkskammer darauf hin, dass das Berufsbildungszentrum (BBZ) in Bielefeld sowie das Handwerksbildungszentrum (HBZ) in Lemgo am Donnerstag geschlossen bleiben. Ausgenommen sind die ÜLU Konditoren und Fachverkauf, da alle Teilnehmenden im Gästehaus der Handwerkskammer untergebracht sind.

Auch der Prüfungsbetrieb findet regulär statt. Die Mitarbeitenden der Handwerkskammer und der Außenstellen der Betriebsberatung in Paderborn, Detmold und Bad Oeynhausen stehen den Mitgliedsbetrieben und Kunden zu den gewohnten Servicezeiten zur Verfügung. Weitere Informationen gibt es unter www.handwerk-owl.de.

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