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Protest gegen Krieg und Verbrechen in Syrien

1000 Demonstranten am Bahnhof

Bielefeld (WB/hz). Bis zu 1000 Mitglieder der türkisch-nationalistischen, islamischen Bewegung Millî Görüş (zu deutsch: Nationale Sicht) haben am Samstag vor dem Bielefelder Hauptbahnhof gegen den Krieg und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Syrien protestiert.

Demonstranten am Bielefelder Hauptbahnhof. Foto: Mike-Dennis Müller

Inmitten eines Meeres von türkischen Nationalfahnen erschallten nach einer von mehreren Imamen gestalteten Auftaktandacht Rufe wie »Wir wollen Frieden« und »Stoppt den Krieg«. Insbesondere das Schicksal der Menschen in der jahrelang umkämpften syrischen Stadt Aleppo bewegte die Demonstranten. »Wir wollen unsere Stimme erheben, dass endlich etwas passiert, den Menschen geholfen wird. Das ist unsere religiöse und brüderliche Pflicht«, sagte Nihat Köse, Öffentlichkeitsreferent des Regionalverbandes Nordruhr der Islamischen Gemeinschaft Millî Görü.

Der Regionalverband, dem eigenen Angaben zufolge etwa 4500 Mitglieder in Ostwestfalen-Lippe, dem Münsterland und dem Raum Osnabrück angehören, hatte zu der zweistündigen Demonstration am Hauptbahnhof aufgerufen. In Bielefeld unterhält die Bewegung zwei Moscheen in Jöllenbeck und Brackwede.

Millî Görüş ist in Deutschland umstritten und wird vom Verfassungsschutz als antidemokratisch und antisemitisch eingestuft. Ermittler des für politische Straftaten zuständigen Staatsschutzes der Bielefelder Polizei beobachteten am Samstag die Demonstration. Polizeiangaben zufolge verlief die Millî-Görü-Veranstaltung »ruhig und friedlich«.

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