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FBI setzt „Krypto-Queen“ Ruja Ignatova auf die Liste der Top 10 der Meistgesuchten

100.000 Dollar Belohnung ausgesetzt

Bielefeld/Steinfurt/New York

Die US-Bundespolizei FBI hat die als „Krypto-Queen“ berüchtigte Erfinderin der vermeintlichen Digitalwährung „OneCoin“, Ruja Ignatova, auf die Liste der zehn meistgesuchten Flüchtigen gesetzt. Ignatova soll mit „OneCoin“ Millionen von Investoren weltweit betrogen haben. Das FBI setzte am Donnerstag (Ortszeit) eine Belohnung von bis zu 100.000 US-Dollar für Hinweise aus, die zu ihrer Festnahme führen.

Von dpa

Mit diesem Bild fahnden die Behörden nach Ruja Ignatova.

Das FBI geht davon aus, dass Ignatova und ihre Helfer Opfer in aller Welt um Milliardenbeträge betrogen haben.

In Bielefeld ermittelt die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte in diesem Fall.

Nach Angaben des FBI gründeten Ignatova und ihr Partner um das Jahr 2014 herum in Bulgarien das Unte.nehmen OneCoin, mit dem eine virtuelle Währung vermarktet wurde, die aber nie existierte. Die gebürtige Bulgarin, die über die deutsche Staatsangehörigkeit verfügt, pries das Projekt als „Bitcoin-Killer“ an, es sollte also in Konkurrenz zur größten Kryptowährung der Welt stehen. Ignatova habe dabei falsche Angaben und Zusicherungen über OneCoin gemacht, um Menschen dazu zu bewegen, in OneCoin-Pakete zu investieren, hieß es.

Ende 2015 meldete die Kreissparkasse Steinfurt einen Geldwäscheverdacht. Sie hatte festgestellt, dass auf einem Konto innerhalb kurzer Zeit mehr als 700 Beträge von insgesamt 2,5 Millionen Euro eingegangen waren. Deutsche Bank und Commerzbank folgten. Ins Zentrum der Ermittlungen geriet ein Ehepaar aus Greven, das Einnahmen von OneCoin-Anlegern ins Ausland transferiert haben soll.

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