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Bielefelder Akademie für Pflegeberufe ist die Antwort auf das neue Reformgesetz

20 starke Partner für die Pflege

Bielefeld (WB). Mit Jahresbeginn hat sich die Ausbildung in Pflegeberufen grundsätzlich geändert. Konnten sich junge Menschen früher in der Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege ausbilden lassen, gibt es künftig nur noch die generalistische Ausbildung mit dem Abschluss der Pflegefachfrau beziehungsweise des Pflegefachmannes.

Kerstin Sewöster

Bastian Walter (Fachabteilung Alter & Pflege AWO OWL, von links), Rüdiger Schnier, Leiter der Bielefelder Akademie für Pflegeberufe, und Maike Horstbrink (Vorstandsvorsitzende Hauspflegeverein) befürworten das Pflegeberufereformgesetz. Foto: Bernhard Pierel

Ganz gleich ob der Ausbildungsvertrag mit einem Betrieb der Stationären Langzeitpflege, der Krankenhaus-Akutpflege oder der ambulanten Pflege abgeschlossen wurde – in den ersten beiden Ausbildungsjahren lernen alle Azubis dasselbe. Erst im dritten Lehrjahr findet eine Vertiefung in dem jeweiligen Schwerpunkt statt.

Pflegeberufereformgesetz

Mit der Bielefelder Akademie für Pflegeberufe reagieren die Arbeiterwohlfahrt (AWO), das Klinikum Bielefeld und andere Pflegeeinrichtungen auf das neue Pflegeberufereformgesetz. Insgesamt 20 praktische Ausbildungsträger haben sich zur Akademie der Pflegeberufe zusammengeschlossen. Deren Keimzelle ist das AWO-Fachseminar für Altenpflege, das seit 26 Jahren junge Leute ausbildet. Die Pflegeausbildung im Ausbildungsverbund gebe es erstmalig in NRW, wie Akademieleiter Rüdiger Schnier betont. Mit dabei sind unter anderem Bonitas, das Pflegeteam Schildesche, die Lebenshilfe und der Hauspflegeverein.

Maike Horstbrink, Vorstandsvorsitzende des Hauspflegevereins, hofft, dass die generalisierte Ausbildung die Pflegeberufe attraktiver macht für junge Leute. In allen Pflegebereichen mangele es an Fachkräften, weiß sie.

Mehr berufliche Flexibilität

Die Möglichkeit, nach der Ausbildung in den verschiedenen Bereichen Beschäftigung zu finden, führe zu mehr beruflicher Flexibilität. „Die Ausbildung soll befähigen, Menschen in allen Altersgruppen zu pflegen“, ergänzt Bastian Walter, Fachabteilung Alter & Pflege AWO OWL. Zudem würden die neuen Abschlusse EU-weit anerkannt, sagt Walter weiter. Und es gebe jetzt auch die Möglichkeit eines Pflege-Pflegestudienganges.

Jeweils zum 1. April und zum 1. Oktober beginnen die Kurse an der Bielefelder Akademie für Pflegeberufe mit jeweils 28 Schülern. Zum Herbst sollen es Doppelkurse mit 56 Schülern geben. „Wir wollen als Schule den Bedarf der Verbundpartner decken“, meint Rüdiger Schnier.

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