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Bielefelderin gerät in Wellensiek zwischen S-Bahn und Bahnsteig

22-Jährige von Stadtbahn erfasst

Bielefeld (WB/cm). Eine 22-jährige Bielefelderin hat beim Überqueren der Stadtbahngleise eine herannahende Bahn übersehen. Mit dem Handy in der Hand und Kopfhörern im Ohr betrat die abgelenkte Frau die Überquerung vor der Haltestelle Wellensiek.

Eine 22-Jährige kollidiert mit Stadtbahn. Foto: Christian Müller

Der Stadtbahnfahrer klingelte und leitete eine Notbremsung ein. Auch die gelben Springlichter nahm die Bielefelderin nicht wahr. Eine Kollision konnte nicht mehr verhindert werden. Die junge Bielefelderin wurde von der Stadtbahn erfasst und erlitt Verletzungen.

Geschehen ist der Unfall um 10.41 Uhr. Ein Zug der Stadtbahnlinie 4 näherte sich am Zehlendorfer Damm der Haltestelle Wellensiek. In der Regel fahren die Stadtbahnzüge mit 25 km/h in die Haltestelle ein. Auf der dortigen Fußgängerüberquerung kam es zum Zusammenstoß. Die junge Frau wurde trotz eingeleiteter Notbremsung zwischen Bahn und Bahnsteig eingeklemmt.

Stadtbahnstrecke für etwa eine halbe Stunde gesperrt

Sie wurde durch einen Notarzt und einer Rettungswagenbesatzung an der Unfallstelle versorgt und kam mit Prellungen ins Krankenhaus. Wie schwer sie verletzt wurde, wird sich dort klären. Der jüngere Fahrer der Bahn Richtung Lohmannshof musste rettungsdienstlich betreut werden. Er stand unter Schock. Ein eingesetztes Psychologenteam unterstütze ihn.

Die Stadtbahnstrecke war für etwa eine halbe Stunde gesperrt. Stadtbahnen fuhren nur bis zur Universität und kehrten dort um, berichtete Mobiel-Pressesprecherin Birgit Jahnke. »Da die Straße im Unfallbereich auch gesperrt war, konnten wir keinen Busersatzverkehr einrichten. Die Buslinie 31 konnte das letzte Stück bis zur Fachhochschule ebenfalls nicht bedienen. Bis der Fahrplan der Bus- und Bahnlinien wieder im Takt war, dauerte es noch etwa bis zum Mittag.«

Notbremsung verhindert Schlimmeres

Durch die Notbremsung des Stadtbahnzuges wurde kein Fahrgast verletzt. »Durch dieses unachtsames Verhalten gefährden die Personen nicht nur sich selbst. Auch Fahrgäste, die sich in Bussen oder Bahnen befinden, können sich verletzen. Auch für unser Fahrpersonal ist das eine ungeheuerliche Belastung, die nach einem Vorfall dieser Art mitunter nicht mehr als Fahrer tätig sein können oder sehr lange Zeit krankgeschrieben sind. Viele Unfälle werden durch schnelles Einschreiten unserer Fahrerinnen und Fahrer verhindert, die täglich mit abgelenkten Bürgern und Fahrgästen zu tun haben. Deshalb appellieren wir gemeinsam mit der Polizei immer wieder an alle Passanten, die am öffentlichen Verkehr teilnehmen, auf ihre Umgebung zu achten und sich nicht ablenken zu lassen. Insbesondere beim Überqueren von Straßen oder Bahnanlagen.«, sagte Jahnke.

Erst vor zwei Tagen kam es zu einem Zusammenstoß zwischen einer Person und einer Stadtbahn. An der Haltestelle Bültmannshof ist ein junger Bielefelder (11) beim Überqueren der Gleise von einem herannahenden Zug erfasst worden und erlitt Verletzungen am Kopf. Auch hier war der junge Mann von einem Handy abgelenkt.

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