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Neues Baugebiet soll an der Jöllheide entstehen – Baubeginn im Frühjahr geplant

400 Wohnungen und 35 Häuser

Bielefeld (WB). An der Jöllheide soll ein neues Wohnviertel entstehen. Nachdem die RP-Finanz GmbH & Co. Wohnquartier Jöllheide KG, wie berichtet, vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben hat, dort ein „Generationen-Quartier“ mit 33 Wohnungen, einer Tagespflege-Einrichtung und einer Kita zu bauen, hat nun der nächste Investor seine Pläne vorgestellt.

Hendrik Uffmann

So sollen einige der Häuser aussehen, die in dem neuen Wohngebiet gebaut werden sollen. Foto: Amandla (Grafik)

Die Amandla Unternehmensgruppe mit Sitz in Unna will dort das Quartier „Grünheide“ mit 400 Mietwohnungen, 40 Doppelhaushälften, 15 Reihenhäusern und einer Kita errichten. Baubeginn soll nach Angaben des Unternehmens, das als Projektentwickler mit Schwerpunkt auf innerstädtischen Wohn- und Gewerbeimmobilien aktiv ist, im zweiten Quartal 2020 sein.

Erschließung Ausgeschrieben

Das neue Wohngebiet an der Jöllheide an der Grenze zwischen den Stadtbezirken Schildesche und Mitte grenzt direkt an das Naturreservat Großer Bruch. Die Pläne für das Quartier stammen vom Büro Fleper Architekten aus Lennestadt. Von den geplanten 400 Mietwohnungen sollen 100 als Sozialwohnungen entstehen.

Nach Angaben von Amandla sind Planung und Erschließung mit den zuständigen Behörden sowie den politischen Gremien weitestgehend abgestimmt. Einzelne Beschlüsse stünden noch aus. Die Ausschreibung für die Erschließungsmaßnahmen wie die Straßen, Kanäle, Versorgungsleitungen und Regenrückhaltebecken seien jedoch bereits versandt worden. „Und parallel zu dem Bau dieser Anlagen können auf einem ersten Baufeld bereits 50 Mietwohnungen errichtet werden“, erklärt Amandla-Geschäftsführer Lars Esser-Carius.

Das neue Quartier »Grünheide“ soll laut Amandla in drei bis vier Bauabschnitten über einen Zeitraum von vier Jahren hinweg entstehe. Vorgesehen sei ein Mix aus Apartments, kleineren und größeren Wohnungen für Jung und Alt, Singles, Paare und Familien, so das Unternehmen. Geplant ist auch eine öffentliche Kita mit fünf Gruppen.

Anschluss an Fernwärme

Lars Esser-Carius äußert sich ehrgeizig: „Wir erschaffen anspruchsvolle Lebens- und Wohnräume für die Bewohner von Bielefeld. Dazu gehören auch Grünflächen, Spielplätze, Orte zum Durchatmen.“ Dabei stünden Qualität und Nachhaltigkeit der verbauten Materialien, Modernität der Ausstattung dabei nicht im Widerspruch zu auch bezahlbaren Mietwohnungen, so der Geschäftsführer.

Das Quartier soll an die Fernwärme der Stadtwerke Bielefeld angeschlossen werden. Photovoltaikanlagen auf den Dächern sollen zusätzlichen Strom liefern. Vorgesehen sind laut Amandla auch Parkplätze mit Ladestationen für E-Autos. Außerdem sollen alle Wohnungen einen Glasfaseranschluss erhalten.

Weitere Informationen zu dem Projekt will Amandla in Kürze veröffentlichen, hat das Unternehmen angekündigt.

In der Politik wird ein neues Baugebiet an der Jöllheide bereits seit langem diskutiert. Ein neuer Bebauungsplan war bereits zu Beginn der 2000er Jahre beschlossen worden, um den Bau von Mehrfamilienhäusern sowie Reihen- und Einzelhäuser zu ermöglichen.

Langes Ringen um Bebauung

Nach Angaben des städtischen Bauamtes ist der Bebauungsplan seit Dezember 2002 rechtskräftig. Eine 2009 angedachte Neuaufstellung ist nach dem frühzeitigen Beteiligungsverfahren nicht weitergeführt worden.

In den folgenden Jahren waren laut Bauamt mehrere Investoren mit dem Wunsch an die Stadt herangetreten, das Areal zu bebauen. Gescheitert sind diese aber an den hohen Erschließungskosten.

Größtes Problem war bislang jedoch offensichtlich, dass die in dem Bebauungsplan liegenden Flächen sehr vielen unterschiedlichen Eigentümern gehörten.

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