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Fachhochschule Bielefeld feiert rundes Jubiläum – Auftakt mit Illumination des Campus

50 Jahre alt – mit Blick in die Zukunft

Bielefeld (WB).

Vor 50 Jahren, genauer: am 1. August 1971, wurde die Fachhochschule (FH) Bielefeld gegründet. Sie war damit eine der ersten ihrer Art in Deutschland. Und sie ist mit 11.005 Studenten und 840 Mitarbeitern – davon 222 Professoren – die größte staatliche Fachhochschule in Ostwestfalen mit zwei weiteren Standorten in Minden und Gütersloh.

Sabine Schulze 

Von 18.30 bis 21 Uhr wird das Hauptgebäude in den kommenden beiden Wochen illuminiert. Foto: Thomas F. Starke

Auf das Jubiläum soll in den kommenden zwei Wochen in den Abendstunden eine Illumination aufmerksam machen: Der Campus an der Interaktion wird in farbenfrohes Licht getaucht, über die Fenster wandert der stilisierte Schriftzug „50 Years of Future“. Die Lichtershow bildet den Auftakt einer ganzen Reihe von Veranstaltungen für Studenten, Studieninteressierte, Beschäftigte und die Öffentlichkeit.

Die ursprünglichen Pläne zur Feier des Jubiläums mussten pandemiebedingt teils verworfen, teils neu gedacht werden: Höhepunkt der Feierlichkeiten wird nun im September der Jubiläumsempfang mit einer öffentlichen Ausstellung sein, maßgeblich konzipiert von der Studienrichtung „Digital Media and Experiment“ des Fachbereichs Gestaltung. Auch eine Festschrift wird dann erscheinen. Zudem werden im Laufe des Jahres verschiedene, zumeist digitale Veranstaltungen, die traditionell zum Hochschuljahr gehören, in den Rahmen des Jubiläums gestellt, darunter unter anderem die Online-Info-Woche im Mai sowie der Digitalisierungskongress im November.

Das Jubiläum steht unter dem Motto „50 Years of Future“ – „50 Jahre Zukunft“. Das lenke den Blick auf zwei gedankliche Korridore, sagt FH-Präsidentin Prof. Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, sechste Rektorin und seit 2015 im Amt: „Zum einen in die Vergangenheit – welche Zukunftsvorstellungen waren in den vergangenen 50 Jahren für die Akteurinnen und Akteure an der FH Bielefeld prägend? Zum anderen nach vorn gerichtet mit der Frage, wie wir die nächsten 50 Jahre gestalten wollen und welche Erfahrungen aus der Vergangenheit uns dabei helfen, zielsicher zu agieren.“ In jedem Fall stehe das Motto für 50 Jahre Streben nach Zukunftsfähigkeit und schärfe den Anspruch, in Lehre und Forschung den Anwendungsbezug für gesellschaftlich relevante Themen im Blick zu haben.

1968, als die Ministerpräsidenten sich darauf einigten, mit der Fachhochschule einen neuen Hochschultyp einzuführen, war diese als reine Lehreinrichtungen konzipiert. Zu den Zielen gehörte es, Ausbildungen zu akademisieren und das akademische Ausbildungsangebot zu erweitern – insbesondere für Menschen, die sich „auf dem zweiten Bildungsweg“ weiterqualifizieren wollten.

Heute bilden Forschung und Transfer neben der Lehre wichtige Standbeine. Der Forschungsauftrag ist den Fachhochschulen, und damit auch der FH Bielefeld, ins Landeshochschulgesetz geschrieben worden. „Der Anspruch ... auch in der anwendungsorientierten Forschung exzellent zu sein, vor allem in Kooperation mit regionalen Unternehmen, hat die Bedeutung der Fachhochschulen enorm gesteigert“, sagt Schramm-Wölk.

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