Tierhalter in den Kreisen Paderborn, Höxter und Lippe nutzen zunehmend die Landesförderung

689.000 Euro für Wolfszäune in OWL

Detmold/Paderborn...

Immer mehr Tierhalter in OWL nehmen Fördermittel für Vorkehrungen gegen Wolfsangriffe in Anspruch. Rund 689.000 Euro hat die Bezirksregierung bislang ausgezahlt. Damit wurden nach Angaben der Behörde vor allem mobile und stationäre Zäune finanziert. Deutlich geringer ist Entschädigungssumme für die Eigentümer von Tieren, die durch Wolfsrisse in OWL getötet wurden: Hier gab es insgesamt 3803 Euro.

Von Andreas Kolesch

Ein Wolf Foto: Swen Pförtner/dpa

Im Jahr 2018 wurde erstmals ein Wolfsgebiet in Ostwestfalen-Lippe ausgewiesen. Damals war in der Senne über mehrere Monate hinweg eine Wölfin nachgewiesen worden. Das Tier erhielt die Kennnummer GW1044f: GW für German Wolf (Deutscher Wolf), die 1044 als Individuumsnummer und f für female, also ein weibliches Exemplar. Woher das Tier stammt, ist bis heute unklar. Trotz Auswertung genetischer Spuren an Damwild und Schafen, die der Wölfin im Juli und September 2018 zum Opfer fielen, war dem für solche Nachweise zuständigen Forschungsinstitut Senckenberg keine Zuordnung zu einem Herkunftsrudel möglich.

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