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Am runden Tisch nennt der Landesbetrieb den Zeitplan für Abschnitt Ummeln/Steinhagen 

A33: Trasse soll 2017 fertig sein 

Bielefeld (WB). Bisher war immer von Frühsommer 2014 die Rede. Doch es wird wohl August werden, bis der Trassenbau der A33 im Abschnitt6 (Ummeln/Steinhagen) beginnt. Aber Lothar Krämer, Leiter der Bauabteilung im Landesbetrieb Straßenbau NRW, nannte jetzt noch ein wichtiges Datum: Es bleibt bei der Fertigstellung des Abschnitts Mitte 2017.

Annemarie  Bluhm-Weinhold

Gute Baufortschritte macht die A33-Brücke über die Lutter an der Queller Straße. Foto:

 Beim Runden Tisch zur A33 im Steinhagener Rathaus, an dem die Gemeinde einmal pro Jahr Vertreter des Landesbetriebes, des Straßenverkehrsamtes des Kreises, der Elternschaft und Politik zusammenbringt, stellte Krämer den weiteren Bauzeitenplan vor. Allerdings: Es gibt auch derzeit Verzögerungen etwa an der Talbrücke Jückemühlenbach, die erst im Oktober und damit zwei Monate später als geplant, fertig sein wird. Dafür soll zu Pfingsten, auch etwas später, die Brücke Upheider Weg befahrbar sein.

 Indes sind die Bauarbeiten an der Pulverbachbrücke für Lothar Krämer schon abgehakt. Etwas dauern wird es aber, bevor auch der Geh-Radweg durchs Brok verlegt ist: »Das wird erst im Zuge des Trassenbaus geschehen, dann aber gleich als erste Maßnahme, damit das Baufeld frei ist«, sagte Krämer auf Nachfrage der Schulausschussvorsitzenden Sabine Godejohann und nannte September 2014 als Zeitpunkt.

 Die Arbeiten an der Trasse waren ausgeschrieben, die Submission ist ebenfalls erfolgt. Nur auf die Freigabe der Mittel durch das Verkehrsministerium wartet der Landesbetrieb noch, bevor die Baufirma starten kann. Beginnen wird sie, wie mehrfach berichtet, am Schnatweg. Der erste Abschnitt des Streckenbaus soll bis Ende 2016 die Steinhagener Queller Straße (K31) erreicht haben. Von Anfang 2015 bis Mitte 2017 soll der zweite Abschnitt bis zum Ostwestfalendamm in Brackwede gebaut werden.

 Die Erdmassen, die dann bewegt werden, sind immens: 400000 Kubikmeter Boden zwischen Schnatweg und Queller Straße und noch einmal 450000 Kubikmeter bis zur Brackweder Anschlussstelle – nötig nicht nur für die Fahrbahn selbst, sondern für den Lärmschutz, der in einem Rutsch mitgebaut wird. Vier Zufahrten zur Trasse wird es geben: am Schnatweg, an der Bahnhofstraße, Bielefelder Straße und K31 Queller Straße in Steinhagen. Der Rest erfolgt dann auf der Trasse selbst. So verteilen sich zwar aus Sicht der Steinhagener Verwaltung die Erdtransporte besser, doch woher der Boden kommt, ist nach Angaben von Lothar Krämer noch offen und Sache der Firma. Aus Steinhagener Sicht wäre der Sandabbau am Queller Hof Meyer zu Bentrup an der B68 optimal. Genehmigt ist er bereits. Auf ganz kurzem Wege über die kleinen Stichstraßen oberhalb des Queller Bahnhofs könnten die Bodenmassen dann über die Zufahrt an der Brücke Queller Straße auf die Trasse geschafft werden. »Die Gemeinde wäre wenig belastet, gerade auch, was die Schulwege betrifft«, sagte Steinhagens Bauamtsleiter Stephan Walter.

 Apropos Queller Straße in Steinhagen: Lothar Krämer machte deutlich, dass die Anbindung der dortigen Brücke keine Vollsperrung der Straße zur Folge haben wird. »Wir folgen da der Forderung der Gemeinde und richten eine Umfahrung ein«, sagte Krämer. Auf 500 Metern wird sie zwischen Luchsweg und Otterweg verlaufen – auf 350 Metern zweispurig mit sechs Metern Fahrbahnbreite und zwei Metern Radweg, auf 150 Metern aber ist nur eine einspurige Verkehrsführung möglich und dementsprechend eine Ampelregelung nötig: »Dort konnten wir nicht den benötigten Grund erwerben.«

 Indes zieht die Bauüberwachung des Landesbetriebs für die beiden noch zu bauenden Autobahnabschnitte aus dem Senner Lohmannsweg in die Straßenmeisterei Halle. Ansprechpartner für Bürger ist Wolfgang Zimmermann, Telefon 0162/2398652).

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