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Delegierte verfolgen Bundesparteitag der Union in der Bielefelder Parteizentrale – Elmar Brok nicht wiedergewählt

Abschied vom CDU-Bundesvorstand

Bielefeld (WB/peb)

Elmar Brok (74), Urgestein der Bielefelder CDU, ist beim 33. Bundesparteitag der CDU nicht erneut als Beisitzer in den Bundesvorstand gewählt worden. Den Parteitag erlebten er sowie Andreas Rüther und Vincenzo Copertino am Freitag und Samstag gemeinsam in der Bielefelder CDU-Zentrale als drei von 1001 Delegierten.

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Die Bielefelder Delegierten verfolgen den CDU-Bundesparteitag in der heimischen Parteizentrale (von links): Vincenzo Copertino, Andreas Rüther und Elmar Brok. Foto: Bernhard Pierel

In dem erstmals digital abgehaltenen Bundesparteitag hatten sich die Kandidaten für den erweiterten Vorstand in jeweils 45 Sekunden langen Videoeinspielungen vorgestellt. Der Europapolitiker Elmar Brok, langjähriges Mitglied des Europäischen Parlaments, und seit 2004 im Bundesvorstand, sagte darin, er sehe es als seine Aufgabe, nach diesem „aufreibenden demokratischen Prozess“ rund um die Wahl des neuen Vorsitzenden Sorge dafür zu tragen, dass die Partei „gemeinsam einig“ in den Bundestagswahlkampf gehe.

Die CDU müsse sich jetzt als Volkspartei darstellen, die Marktwirtschaft und soziale Partnerschaft miteinander verbinde. Brok: „Wir dürfen den Grünen nicht die Mitte überlassen. Wir dürfen es der SPD auch nicht erlauben, dass sie die Verbindung mit den USA, für die wir jetzt neue Chancen haben, behindert. In einem geeinten Europa müssen wir unsere Stellung in der Welt behaupten.“

Vom Medienraum der Bielefelder CDU aus verfolgten Rüther, Brok und Copertino den Parteitag, gaben als Bielefelder Delegierte ihre Stimmen ab – und waren am Ende mit der Wahl von Armin Laschet zum neuen Bundesvorsitzenden nicht unzufrieden. Elmar Brok: „Keiner hat verloren. Das war eine klare Entscheidung“, sagte er zum Ausgang des Rennens zwischen Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen.

Für den Kreisparteivorsitzenden Andreas Rüther war Laschet ohnehin der Wunschkandidat: „Mir gefällt das Ergebnis. Laschet wird den Kurs der Mitte, den die CDU braucht, weiterführen.“ Und auch CDU-Sprecher Vincenzo Copertino kann „mit dem Ergebnis leben“. „Wir hatten drei sehr gute Kandidaten. Armin Laschet wird es gelingen, die verschiedenen Lager in der CDU zusammenzubringen.“

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