Keine Verletzten – Rastplatz gesperrt

Acht Autobahnunfälle bei Starkregen

Bielefeld/Gütersl...

Am Samstagmittag kam es auf den Autobahnen A2 und A33 rund um Bielefeld zu mehren Verkehrsunfällen, bei denen niemand verletzt wurde. Wie die Bielefelder Polizei bestätigte, rückten die Autobahnpolizisten innerhalb von etwas über einer Stunde zu acht Unfällen aus.

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Die Einfahrt des A2-Rastplatzes Lipperland-Süd in Fahrtrichtung Hannover blieb für etwa eine Stunde lang gesperrt. Foto: Westfalennews

Während es um kurz nach 12 Uhr in Ostwestfalen und Lippe stellenweise schauerartig regnete, liefen in der Leitstelle der Polizei sprichwörtlich die Telefone heiß, sagte eine Polizeisprecherin. „Autofahrer hatten auf den nassen Straßen die Kontrolle über ihre Fahrzeuge verloren, krachten in Schutzplanken und kamen auf Fahrbahnen oder Seitenstreifen stehen. Auf einmal war in und um Bielefeld richtig viel los.“

Bei den Unfällen wurden glücklicherweise keine Menschen verletzt, dennoch entstanden hohe Sachschäden. Pannenhelfer Kilian Nordbrock, der für einen Bielefelder ADAC-Partner im Einsatz war, kennt die Gefahr. „Die größte Gefahr ist die Unterschätzung. Die Fahrer sind teilweise mit sehr hohen Geschwindigkeiten unterwegs und geraten von einem trockenen Bereich auf eine nasse Fahrbahn. Es fehlt einfach das nötige Wissen und der Verstand, wie man sich in einer derartigen Situation korrekt verhält.“

Falsch reagiert hat auch sein Kunde, ein Mann aus Detmold, dessen havarierten 5er BMW Nordbrock am Nachmittag von der Autobahn schleppte. Der Autofahrer war gegen 12.25 Uhr offenbar mit viel zu hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn 2 unterwegs und geriet in einen Regenschauer. Durch starkes Bremsen verlor das Fahrzeug die Haftung auf der Fahrbahn, geriet ins Schleudern und krachte in die Schutzplanke und gegen die Betonwand.

Dem Mann war glücklicherweise nichts passiert, sein Auto hingegen wurde ein Fall für die Werkstatt. „Das Problem liegt auch darin, dass die Reifen immer breiter werden. Bei trockenen Fahrbahnen mögen die Reifen guten Grip haben, aber wenn die Reifen plötzlich von Regenwasser umgeben sind und eine hohe Geschwindigkeit gefahren wird, verlieren sie schnell die Haftung. Jede kleine Unebenheit im Straßenbelag kann dann zum Ausbrechen des Wagens führen“, berichtete die Polizeisprecherin weiter.

Foto: Westfalennews

Die Einfahrt des Rastplatzes in Bielefeld-Brönninghausen wurde für über eine Stunde gesperrt, Kilian Nordbrock reinigte die Fahrbahn, nachdem der Wagen geborgen war. „Ich wünsche mir, dass jede Verkehrsteilnehmerin und jeder Verkehrsteilnehmer heile und sicher ans Ziel kommt. Dabei braucht es Umsicht und Rücksicht. Mehr als Wiederholen kann ich mit nicht.“

Die Autobahnpolizisten hatten von Bielefeld bis Rheda-Wiedenbrück und Schloß Holte-Stukenbrock in 70 Minuten alle Hände voll zu tun. Für den Samstagnachmittag sind weitere Gewitter mit teilweise sturmartigen Niederschlägen vorhergesagt. Polizei und Pannenhelfer appellieren weiter an alle Autofahrer: fahren Sie bei Regen oder Starkregen besonders vorsichtig!

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